Container aus Hamburg Milliardenschwerer Drogenfund in Australien

Der australischen Polizei ist ein spektakulärer Coup gegen den Drogenhandel gelungen. Sie beschlagnahmte drei Tonnen MDMA und Methamphetamin im Wert von einer Milliarde Euro. Der Stoff steckte in einer Schiffsladung aus Hamburg.


Sydney - Es war eine Zusammenarbeit mit der deutschen Polizei und mit Interpol. Am Ende konnten die australischen Behörden einen Drogendeal im Wert von umgerechnet rund einer Milliarde Euro verhindern. In einer aus Hamburg stammenden Schiffsladung beschlagnahmten sie fast drei Tonnen Drogen. Es handelt sich dabei um die Partydroge MDMA und Methamphetamin. Der Stoff war in einem Container mit Möbeln und Kisten versteckt, wie die Bundespolizei am Samstag mitteilte. Die Ermittler nahmen sechs Australier im Alter von 23 bis 34 Jahren fest.

Der Container erreichte Australien demnach schon am 19. November. Darin versteckt waren fast zwei Tonnen MDMA und mehr als 800 Kilogramm Methamphetamin. Die Polizei griff jedoch nicht sofort zu, sondern folgte dem Inhalt, bis die sechs Männer den Container am Samstagmorgen in Empfang nahmen. Der Präsident der Bundespolizei, Andrew Colvin, sprach von dem größten Fund von Methamphetamin und dem zweitgrößten von MDMA in der Geschichte des Landes.

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Drogenfund: Pulver an Bord

"Es gibt offensichtlich Verbindungen nach Übersee, die uns sicher nach Europa und in Teile Asiens führen werden", sagte Colvin. "Da werden eine Menge Menschen beteiligt sein, wahrscheinlich auch einige Gruppen des organisierten Verbrechens."

ler/dpa



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Shelly 29.11.2014
1. Bezieht sich die 1 Milliarde
auf den Straßenverkaufswert? Oder auf die Herstellungskosten? Meist bezieht er sich - weil ungemein höher und deshalb spektakulärer - auf den Marktwert - und der Leser könnte meinen, die Drogenmafia hätte tatsächlich etwas verloren, was 1 Milliarde wert sei, das müsste die doch schwächen. Ich bin ja nicht ganz so bewandert bei Drogengeschäften samt Gewinnspannen, könnte mir aber denken, dass die Herstellungskosten, also der wirkliche finanziell schädigende Verlust für die Drogenmafia (oder wen auch immer) bei nicht mal 10% davon liegt. Ist immer noch eine riesige Summe, aber eben nicht mehr so riesig.
kdshp 29.11.2014
2.
Zitat von Shellyauf den Straßenverkaufswert? Oder auf die Herstellungskosten? Meist bezieht er sich - weil ungemein höher und deshalb spektakulärer - auf den Marktwert - und der Leser könnte meinen, die Drogenmafia hätte tatsächlich etwas verloren, was 1 Milliarde wert sei, das müsste die doch schwächen. Ich bin ja nicht ganz so bewandert bei Drogengeschäften samt Gewinnspannen, könnte mir aber denken, dass die Herstellungskosten, also der wirkliche finanziell schädigende Verlust für die Drogenmafia (oder wen auch immer) bei nicht mal 10% davon liegt. Ist immer noch eine riesige Summe, aber eben nicht mehr so riesig.
Und selbst wenn man so rechnet müßte man auch den gesamtwert gegenüberstellen und dann ist die 1 mrd auch nicht wirklich viel. Vieleicht war das ganze auch nur ein ablenkungsmanöver und die "richtige" ladung wird schon längst in australien auf der straße verteilt. Und wirklich viel sind 3 tonnen auch nicht! 26. 06. 2014 Geschätzte 243 Millionen Menschen haben im Jahr 2012 illegale Drogen konsumiert Weltweit wurden 144 Tonnen Amphetamine sichergestellt, die Hälfte davon in den USA. http://www.taz.de/!141202/
moondustmusic 29.11.2014
3. Der nächste Container ist unterwegs!
Wann dämmert es endlich all den Regierungen dass nur eine Legalisation aller Drogen die Lösung sein kann. Den Mob kostet dieser Fang ein müdes Lächeln. A: sind solche Verluste bereits einkaluliert und/oder werden auf das Produkt abgewälzt. Ja und der nächste Container ist bereits unterwegs oder ist schon angekommen. Diejenigen die denken dass eine Legalisation falsch wäre sollen sich mal auf nach Acapulco machen, dort können sie dann sehen wie der Mob durch die Profite des Drogenhandels die ganze Stadt gekauft haben, inklusive Regierung und Behörden! Im Süden Italiens sieht es nicht viel besser aus. Die freuen sich alle wenn wieder mal so ein Superfang gemacht wird und die doofen Politiker immer noch nicht auf die Idee gekommen sind dem Mob sein Haupteinkommensquelle abzustellen!
cruisenbcn.com 29.11.2014
4. Die Drogenmafia
Zitat von Shellyauf den Straßenverkaufswert? Oder auf die Herstellungskosten? Meist bezieht er sich - weil ungemein höher und deshalb spektakulärer - auf den Marktwert - und der Leser könnte meinen, die Drogenmafia hätte tatsächlich etwas verloren, was 1 Milliarde wert sei, das müsste die doch schwächen. Ich bin ja nicht ganz so bewandert bei Drogengeschäften samt Gewinnspannen, könnte mir aber denken, dass die Herstellungskosten, also der wirkliche finanziell schädigende Verlust für die Drogenmafia (oder wen auch immer) bei nicht mal 10% davon liegt. Ist immer noch eine riesige Summe, aber eben nicht mehr so riesig.
hat genau 1 Milliarde an möglichen Gewinn verloren, der wirklich finanzielle Schaden ist 1 Milliarde, denn die hätte es geben können wenn das Transportgut durchgekommen wäre. So wird schon immer in der Finanzwelt kalkuliert. Mögliche entgangene Gewinne sind =Verluste. Aber vielen Dank das sie darauf aufmerksam machen das da was faul ist an dieser Rechnung!
chrissi43 29.11.2014
5. Gute Zusammenarbeit
Das nennt man doch mal gute Zusammenarbeit der Behörden und toll das sie dieses Gift aus dem Verkehr gezogen haben.KEINE MACHT DEN DROGEN,kann ich nur sagen.Hoffentlich haben sie damit den Mafia Bossen einen wirksamen Schaden zugefügt.Auch "kleine" Nadelstiche können zum Erfolg führen.Nur so kann man den gewissenlosen,geldgierigen und menschenverachtenden Verbrecherorganisationen,Schaden zufügen.
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