Drogen-Prozess Olympiasieger gelingt Flucht aus Gerichtssaal

Verurteilt wurde er wegen Drogenhandels, doch statt die Strafe anzutreten, türmte er aus dem Gerichtssaal: Peter Farkas, Ringer-Olympiasieger von 1992, floh noch während der Verhandlung.


Budapest - Wegen Drogenhandels ist der Ringer-Olympiasieger von 1992, Peter Farkas, am Montag in Budapest zu einer Gefängnisstrafe von fünf Jahren verurteilt worden. Doch noch während der Verhandlung konnte er aus dem Gerichtssaal fliehen.

Der 40-jährige Ungar, vor 16 Jahren Champion in der Klasse bis 82 kg im griechisch-römischen Stil, war bereits 2004 von der Polizei verhaftet worden, nachdem diese eine Fabrik zur Herstellung von Cannabis entdeckt hatte. Dort wurden Tausende von Haschisch-Pflanzen angebaut.

Die beiden Komplizen von Farkas, darunter sein Bruder Karoly, erhielten Haftstrafen von sechs bzw. sieben Jahren. Auch ihnen gelang die Flucht.

Zunächst verschwand Karoly, der wegen angeblicher Übelkeit die Toilette aufsuchte. In der Verhandlungspause nutzte dann Peter Farkas die Unaufmerksamkeit der Beamten, um sich ebenfalls davonzustehlen.

pad/AFP



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