EU-Schätzung Europäer geben jährlich 24 Milliarden Euro für Drogen aus

Cannabis, Heroin, Kokain: Laut EU geben Europäer jährlich 24 Milliarden Euro für illegale Drogen aus. Sorgen bereiten den Fahndern auch Verbindungen zwischen organisierter Kriminalität und Terrorismus.

Cannabispflanzen einer Plantage in Marokko
AP

Cannabispflanzen einer Plantage in Marokko


Die Europäer geben nach EU-Schätzungen jährlich mindestens 24 Milliarden Euro für illegale Drogen aus. Das geht aus dem aktuellen Jahresbericht der Europäischen Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht hervor.

Drogenhandel werde dadurch zu einer der Haupteinnahmequellen für das organisierte Verbrechen.

Der in Brüssel vorgestellte Jahresbericht enthält auch eine Auflistung der beliebtesten Drogen. Cannabis ist demnach auf Rang eins (jährlicher Handelswert von 9,3 Milliarden Euro), gefolgt von Heroin (6,8 Milliarden Euro) und Kokain (5,7 Milliarden Euro).

Drogen auch Einnahmequelle von Terrorzellen

Sorgen bereitet der EU-Behörde die Verbindung zwischen Terrorismus und Drogenhandel. Auch wenn Drogen vermutlich nicht die wichtigste Einnahmequelle von Terrorzellen in Europa seien, hätten viele radikalisierte Heranwachsende Verbindungen in die Szene.

Auch Menschen- und Waffenhandel stehen dem Bericht zufolge in Verbindung mit dem illegalen Drogenmarkt.

she/dpa



insgesamt 11 Beiträge
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Seite 1
alias_=|||=_ 05.04.2016
1.
Die ganz normalen Folgen einer verfehlten Prohibitionspolitik. Die Politik hat es in der Hand und tut wie üblich... ...NIX
infoseek 05.04.2016
2. Einfache Lösung
Die 24 Milliarden könnte man auf einen Schlag um gigantische 9,3 Milliarden verringern. Und den Umsatz der organisierten Kriminalität um exakt die gleiche Summe. Und die Polizei würde sich über die massive Entlastung freuen und könnte sich sinnvolleren Aufgaben zuwenden. Und ganz nebenbei würde durch die Unterbrechung des aufgrund der derzeitigen Rechtslage zwangsläufigen direkten Kontakts der Cannabiskonsumenten mit den Lieferanten von Opiaten, Kokain, Amphetaminen und anderem weitaus gefährlicheren Zeugs der Umsatz dieser Lieferanten noch weiter sinken. Aber solange die Drogenbeauftragte der Bundesregierung sich angesichts ihrer wirren und wissenschaftlich längst vielfach und glasklar widerlegten Behauptungen fragen lassen muss, was sie geraucht hat, wird da nichts Sinnvolles passieren, "... weil Cannabis eine illegale Droge ist, Punkt."
RaveRabbit666 05.04.2016
3. Freie Drogen für freie Bürger.
Hi, ich bin der Meinung das man die sogenannten weichen Drogen legalisieren sollte. Ordentlich Steuern drauf und gut. Wenn man mal überlegt wieviel Geld der Staat ausgibt um die Dealer dingfest zu machen und sie dan weg zu sperren......Ein Teil des Geldes in Prävention stecken und den rest in Kitas oder weiß Gott wo! Schon hat man den Terroristen wenigstens eine Einnahmequelle gestrichen. In diesem sinne: Smoke Weed every day!
demiurg666 05.04.2016
4. Steuer
Wenn ich überlege wieviele Steuern man aus 9,3 Milliarden € generieren könnte...
GoaSkin 05.04.2016
5.
Zitat von alias_=|||=_Die ganz normalen Folgen einer verfehlten Prohibitionspolitik. Die Politik hat es in der Hand und tut wie üblich... ...NIX
Leider macht es viele Leute glücklicher, wenn man Kriminalität sanktioniert, statt ihre Ursachen bekämpft. Auch wenn der Soziale Schaden und die Folgekosten sehr hoch sind.
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