Mainz - Rund hundert Polizeibeamte haben bei einer Razzia das Mainzer Drogenhilfezentrum Café Balance durchsucht. Dabei gehe es um den Vorwurf des gewerbsmäßigen Handels mit Heroin, sagte ein Behördensprecher.
Die Staatsanwaltschaft ermittle seit Ende 2011 im Umfeld der städtischen Einrichtung. Es habe sich der Verdacht ergeben, dass Mitarbeiter dort den mutmaßlichen Drogenhandel offen toleriert hätten und deshalb mitverantwortlich gemacht werden könnten.
Bei der Razzia wurden zwei mutmaßliche Dealer festgenommen. Bei ihnen handelt es sich um eine 29-jährige Frau und einen 47-jährigen Mann. Sie gehörten allerdings nicht zu der Einrichtung, sagte der Leitende Oberstaatsanwalt Klaus-Peter Mieth. Gegen einige Mitarbeiter bestehe aber der Verdacht, die Aktivitäten geduldet zu haben, andere sollen Drogenhändlern wiederum ein Hausverbot erteilt haben. "Es sind nicht alle entsprechend involviert", sagte Mieth.
Bei den Durchsuchungen, die neben dem Café Balance zwei weitere Häuser im Raum Mainz betrafen, wurden geringe Mengen Rauschgift und Betäubungsmittel-Utensilien sichergestellt.
Das Drogenhilfezentrum ist eine Anlaufstelle für Menschen, die illegale Drogen nehmen, es gehört zum Fachbereich Suchthilfe der Stadt Mainz. Die Stadt schloss die Einrichtung nach eigenen Angaben zunächst.
jbr/dpa
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