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19. Februar 2013, 07:41 Uhr

Bandenkrieg

Polizeichef mexikanischer Grenzstadt ist verschwunden

Der Polizeichef der mexikanischen Grenzstadt Nuevo Laredo ist verschwunden. Zwei seiner Brüder wurden Medienberichten zufolge erschossen im Kofferraum eines Autos aufgefunden. In der Region tobt seit Anfang des Jahres ein blutiger Bandenkrieg.

Mexiko-Stadt - Nuevo Laredo gilt als eine Hochburg des Rauschgiftkartells Zetas. Seit Anfang des Jahres tobt in der mexikanischen Grenzstadt, die gegenüber der texanischen Stadt Laredo liegt, ein blutiger Bandenkrieg. Nun ist der Polizeichef von Nuevo Laredo verschwunden. Polizeichef Roberto Balmori Garza werde seit dem Wochenende vermisst, teilte die Staatsanwaltschaft des mexikanischen Staates Tamaulipas am Montag mit.

Örtliche Medien berichteten außerdem, dass zwei von Garzas Brüdern getötet worden seien. Die beiden sollen demnach erschossen im Kofferraum eines Autos aufgefunden worden sein. Einer der Brüder sei ein Bundesermittler gewesen. Die Berichte über den Tod der Brüder konnte die Staatsanwaltschaft nicht bestätigen. Sie habe Ermittlungen aufgenommen.

Vor zwei Jahren waren in Nuevo Laredo Balmori Garzas Vorgänger, ein pensionierter General, und zwei seiner Leibwächter erschossen worden. Die für ihre Brutalität berüchtigten Zetas bekämpfen seit Anfang 2010 ihre einstigen Verbündeten, das Golf-Kartell, im Nordosten Mexikos.

Drogenbanden verbreiten seit langem Angst und Schrecken in Mexiko. Im Kampf gegen die Drogenkartelle wurden 2006 rund 50.000 Soldaten im ganzen Land stationiert. Seither starben mehr als 70.000 Menschen bei skrupellosen Revierkämpfen.

Im Bundesstaat Guerrero greifen Bürgerwehren nun zur Selbstjustiz: Sie gehen Streife, nehmen Verdächtige fest und lassen diese von eigenen Gerichten aburteilen. "Es gibt kein anderes Mittel", sagen sie.

siu/AP

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