Drogenkrieg in Mexiko: Erneut verstümmelte Leichen gefunden
Neue Eskalation der Gewalt im mexikanischen Drogenkrieg: Am Rande einer Schnellstraße in der Nähe von Monterey sind am Wochenende 49 Leichen gefunden worden. Es ist das dritte Massaker im Norden von Mexiko innerhalb von neun Tagen.
Mexiko-Stadt - In Mexiko sind am Wochenende erneut Dutzende zum Teil verstümmelte Leichen auf einer Schnellstraße in Mexiko entdeckt worden. Bei den Toten handele es sich um 43 Männer und sechs Frauen, teilten die Behörden am Sonntag mit. Sie seien in der Nacht in San Juan auf der Straße von Monterrey zur US-Grenze gefunden worden. Die Verbindungsstraße wurde gesperrt.
Es ist das dritte Massaker im Norden des Landes innerhalb von neun Tagen. Bereits am Donnerstag hatte man nahe der Stadt Guadalajara im westlichen Bundesstaat Jalisco die Leichen von 18 Menschen gefunden. Die Toten waren enthauptet und zerstückelt worden, teilte die Staatsanwaltschaft mit.
Angaben der Polizei zufolge handelt es sich vermutlich um einen Racheakt für die Morde von Nuevo Laredo. Dort waren neun an einer Brücke hängende Leichen sowie 14 enthauptete Leichen entdeckt worden. Vermutlich handelte es sich dabei um Opfer im Bandenkrieg zwischen den Zetas und dem Sinaloa-Kartell.
Im mexikanischen Drogenkrieg wurden seit Ende 2006 mehr als 50.000 Menschen getötet. Damals hatte Präsident Felipe Calderón einen Militäreinsatz gegen die Drogenbanden gestartet. Allein im Januar 2012 wurden in Mexiko 960 Menschen erschossen, enthauptet, massakriert oder lebendig begraben.
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Fläche: 1.964.375 km²
Bevölkerung: 113,423 Mio.
Hauptstadt: Mexiko-Stadt
Staats- und Regierungschef: Enrique Peña Nieto
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