Drogenkrieg in Mexiko Über 1000 Tote in zwei Monaten

Die Drogenkriminalität in Mexiko erreicht ihren Höhepunkt: Allein in den vergangenen acht Wochen starben über 1000 Menschen im blutigen Konflikt der Rauschgifthändler. Der US-Polizei gelang zugleich ein Schlag gegen das mächtige Sinaloa-Kartell.


Mexiko-Stadt - Der mexikanische Generalstaatsanwalt Eduardo Medina Mora schlug in einem Interview der Nachrichtenagentur AP Alarm: Mehr als 1000 Menschen seien im Januar und Februar dieses Jahres im Drogenkrieg Mexikos gestorben. Im gesamten vergangenen Jahr waren es 6.290 Tote gewesen.

Medina Mora sagte, er glaube, dass die Drogenkriminalität jetzt ihren Höhepunkt erreicht habe. Die mächtigsten Drogenkartelle der Welt seien massiv unter Druck - zum einen aufgrund von Bandenkriegen und zum anderen wegen der massiven Kampagne der Regierung.

Der Generalstaatsanwalt würdigte die Verhaftung von Angehörigen des Drogenkartells Sinaloa in den USA. Allein in der Nacht zum Mittwoch wurden bei mehreren Razzien der US-Drogenpolizei (DEA) mehr als 50 mutmaßliche Rauschgifthändler verhaftet, wie Justizminister Eric Holder in Washington mitteilte. Rund 700 weitere Verdächtige wurden bereits zuvor im Rahmen der seit 21 Monaten laufenden Operation Xcellerator festgenommen.

amz/AP



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