Axt-Attacke in Düsseldorf Mutmaßlicher Angreifer kommt in die Psychiatrie

Mit einer Axt verletzte ein 36-Jähriger im Düsseldorfer Hauptbahnhof neun Menschen, nun hat die Staatsanwaltschaft entschieden: Der offenbar verwirrte Mann soll in einer Psychiatrie untergebracht werden.

Tatort im Hauptbahnhof Düsseldorf
DPA

Tatort im Hauptbahnhof Düsseldorf


Der psychisch kranke Angreifer vom Düsseldorfer Hauptbahnhof wird in eine psychiatrische Klinik eingewiesen. Das teilte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft mit, die diese Maßnahme statt einer Untersuchungshaft beantragt hatte. Ein Richter habe dem entsprochen, sagte der Sprecher.

Der 36 Jahre alte Mann aus dem Kosovo hatte am Vorabend neun Menschen mit einer Axt verletzt, vier von ihnen schwer. Unter den Verletzten sind auch ein 13-jähriges Mädchen aus Düsseldorf und zwei italienische Touristinnen (mehr über die Tat lesen Sie hier).

In seiner Wohnung sei ein Attest gefunden worden, das ihm eine "paranoide Schizophrenie" bescheinige, berichtete die Polizei. Der Mann selbst verletzte sich schwer, als er auf der Flucht vor Polizisten von einer Brücke auf eine Straße sprang. Zur Behandlung wird er nun zunächst in ein Justizkrankenhaus überwiesen.

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Düsseldorf: Axt-Attacke am Hauptbahnhof

Die Polizei hatte das Geschehen als Amoklage eingestuft und fast 600 Beamte zusammengezogen. Hätte nicht der Lokführer einer S-Bahn geistesgegenwärtig die Türen geschlossen, wären womöglich noch mehr Menschen verletzt worden. Laut Polizei gibt es keine Hinweise auf ein terroristisches Motiv.

Der 36-Jährige sei nicht vorbestraft. Er sei 2009 aus dem Kosovo gekommen und habe mit einer Aufenthaltsberechtigung als Asylbewerber in Deutschland gelebt. Hinweise auf Mittäter gebe es nicht.

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mxw/dpa

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