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Düsseldorf: Festgenommene aus Maghreb-Viertel sind wieder frei

40 Personen nahm die Polizei im sogenannten Maghreb-Viertel von Düsseldorf fest. Der Vorwurf: illegaler Aufenthalt und Hehlerei. Jetzt wurden alle wieder freigelassen.

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Razzia im Maghreb-Viertel von Düsseldorf: Tatverdächtige wieder auf freiem Fuß

Nach der Großrazzia im Düsseldorfer Maghreb-Viertel hat die Polizei sämtliche 40 Festgenommenen wieder freigelassen. Es hätten keine Haftgründe vorgelegen, sagte ein Polizeisprecher.

In 18 Cafés, Bars und Spielcasinos waren am Samstagabend knapp 300 Nordafrikaner überprüft und 40 festgenommen worden. Gegen einen Verdächtigen werde wegen des Verdachts der Hehlerei ermittelt, weil bei ihm ein gestohlenes Laptop entdeckt worden sei. Gegen einen zur Abschiebung ausgeschriebenen Mann habe nach dem Asylrecht keine Möglichkeit bestanden, ihn weiter festzuhalten. Die Polizei hatte bei der Razzia auch sechs gestohlene Handys entdeckt, sie aber niemandem zuordnen können.

Die Razzia erfolgte nach den Übergriffen in Köln, wo in der Silvesternacht Männergruppen Frauen umzingelt, sexuell bedrängt und bestohlen hatten. Unter den mutmaßlichen Tätern sollen viele Männer aus Nordafrika sein. Auch mehr als zwei Wochen nach den Geschehnissen melden sich noch immer weitere Opfer bei den Ermittlern. Bis zum Montag waren nach Angaben der Staatsanwaltschaft 766 Anzeigen eingegangen, rund die Hälfte betrafen Sexualdelikte. Darunter seien auch mindestens drei Anzeigen wegen Vergewaltigung, sagte Oberstaatsanwalt Bremer.

ala/dpa

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