Düsseldorf Polizei nimmt Tatverdächtigen nach tödlicher Messerattacke fest

Er soll eine Frau in Düsseldorf erstochen haben: Die Polizei fahndete öffentlich nach Ali S. - nun offenbar mit Erfolg.

Gedenken am Tatort in Düsseldorf
DPA

Gedenken am Tatort in Düsseldorf


Eineinhalb Wochen nach einer tödlichen Attacke auf eine Frau in Düsseldorf ist der mutmaßliche Täter Ali S. in Spanien festgenommen worden. Das bestätigte ein Polizeisprecher.

Der Verdächtige soll die Frau am Montag vergangener Woche verfolgt, angegriffen und erstochen haben. Der 44-Jährige und sein Opfer hatten sich den Ermittlern zufolge gekannt: Die Frau hatte in unmittelbarer Nachbarschaft des Kiosks gewohnt, in dem der Mann arbeitete.

Die Ermittler wussten nach eigenen Angaben sehr früh, dass der Mann im Ausland war, hatten dieses Wissen aber aus Ermittlungsgründen nicht veröffentlicht. Die spanische Polizei habe dann den genauen Aufenthaltsort des Mannes im Land herausgefunden, berichteten die Fahnder.

Festnahme in Spanien

Um 13.30 Uhr hätten spanische Zielfahnder den Mann schließlich in Andalusien festgenommen. Sie seien in dem Fall von deutschen Ermittler, unter anderem Zielfahndern des Bundeskriminalamtes, unterstützt worden. Nähere Details wollen Polizei und Staatsanwaltschaft am Donnerstag bekanntgeben. Die Tatwaffe - ein Messer - war in Düsseldorf nicht wieder aufgetaucht.

Tatmotiv könnte den Ermittlungen zufolge verschmähte Liebe sein. In einem von den Ermittlern als echt eingestuften Brief hatte der Iraner der Frau seine Zuneigung offenbart und sie gebeten, die Blockade seiner Telefonnummer aufzuheben. Ali S. ist nicht vorbestraft. Der Iraner war 2001 nach Deutschland gekommen.

Nach dem Tatverdächtigen war mit großem Aufwand und internationalem Haftbefehl gefahndet worden. Unter anderem war der Fall auch Thema in der ZDF-Fernsehsendung "Aktenzeichen XY ... ungelöst". Zuvor hatte die Polizei ein Fahndungsfoto veröffentlicht.

bbr/dpa



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