Urteil in Duisburg Illegal Arbeiter in Schlachthof beschäftigt - sieben Jahre Haft

Etwa tausend Leiharbeiter arbeiteten gesetzeswidrig für ihn: Das Landgericht Duisburg hat einen Unternehmer zu einer langen Haftstrafe verurteilt. Außerdem hinterzog er Steuern in Millionenhöhe.


Ein Schlachthofbetreiber ist zu einer siebenjährigen Freiheitsstrafe verurteilt worden. Das Landgericht Duisburg sah es als erwiesen an, dass der Mann etwa tausend rumänische Leiharbeiter illegal beschäftigte. Außerdem soll er Steuern in Millionenhöhe nicht gezahlt und Löhne vorenthalten haben.

Der 55-Jährige hatte vor Gericht ein Geständnis abgelegt. Bei dem Einsatz der Arbeiter in deutschen Schlachthöfen war dem Fiskus laut Anklage ein Steuerschaden von fast 20 Millionen Euro entstanden. Der Marathonprozess hatte im Oktober 2017 begonnen und dauerte 107 Verhandlungstage.

Die Düsseldorfer Staatsanwaltschaft hatte lange ermittelt, die Anklageschrift umfasste 420 Seiten, insgesamt füllten die Prozessunterlagen 460 Aktenordner. Die Vorwürfe erstreckten sich über einen Tatzeitraum von sieben Jahren.

Ein mitangeklagter 58-jähriger Komplize wurde zu fünf Jahren Haft verurteilt. Ein 75-jähriger Angeklagter erhielt eineinhalb Jahre Haft auf Bewährung. Der vierte Angeklagte, ein 58 Jahre alter Mann, wurde zu 15 Monaten Haft auf Bewährung verurteilt.

jpz/dpa

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