Lebensgefährliche Aktion Betrunkener fährt auf Zug-Kupplung mit

Ein 33-Jähriger ist der Polizei zufolge nach einer Zigarettenpause im Ruhrgebiet auf eine Kupplung gesprungen, um seinen Zug nicht zu verpassen. Er surfte minutenlang mit.


Ein Mann hat sich in Duisburg zu einer lebensgefährlichen Aktion entschieden, um seinen Zug nicht zu verpassen. Laut Bundespolizei sprang er auf die Kupplung und fuhr minutenlang mit.

Die Bahn teilte mit, es sei unklar, wie schnell der Zug gefahren sei. Maximal könne er auf der Strecke eine Geschwindigkeit von 160 Kilometern in der Stunde erreichen. Auf Nachfrage hatte ein Polizeisprecher zunächst unter Berufung auf die Bahn mitgeteilt, der Eurocity habe eine Geschwindigkeit von 200 Kilometern pro Stunde erreicht.

Einer Polizeimitteilung zufolge stieg der 33-Jährige in Duisburg aus. Der Eurocity habe dort zwei Minuten gehalten. Der Mann habe auf dem Bahnsteig geraucht und die Abfahrt verpasst.

Als sich die Türen schlossen, sei der Mann auf die Zugkupplung gesprungen. Das sagte er später laut Polizei aus. Fünf bis acht Minuten sei er so mitgefahren. Er habe um Hilfe gerufen, Fahrgäste hätten ihn schließlich gehört und die Notbremse betätigt. Der Mann konnte demnach unverletzt in den Zug steigen.

In Essen nahmen ihn Bundespolizisten in Empfang. Ein Atemalkoholtest ergab einen Wert von 1,9 Promille. Gegen den Mann ist ein Strafverfahren wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr eingeleitet worden.


Anmerkung: In einer früheren Version hieß es, der Zug sei mit Tempo 200 unterwegs gewesen. Dies war nicht der Fall. Wir haben die entsprechenden Stellen korrigiert.

jpz/AFP

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