Duisburg Polizei beschlagnahmt Luxusautos vor Jobcentern

Weil die Karossen "mit dem Bezug von Sozialleistungen nicht in Einklang zu bringen waren", hat die Duisburger Polizei vor einem Jobcenter mehrere Autos beschlagnahmt. Drei Personen wurden festgenommen.

Beschlagnahmte Autos
Polizei Duisburg

Beschlagnahmte Autos


Ein Sportwagen von BMW, ein Geländewagen von Mercedes, zwei Limousinen: Insgesamt sieben Autos hat die Duisburger Polizei gestern bei Kontrollen vor Jobcentern in den Stadtteilen Mitte und Homberg beschlagnahmt.

Es habe den Verdacht gegeben, dass einige Leistungsempfänger Fahrzeuge fuhren, die "mit dem Bezug von Sozialleistungen nicht in Einklang zu bringen waren", hieß es in einer Polizeimeldung.

"Es passt nicht zusammen, dass jemand, der beispielsweise Arbeitslosengeld II bezieht, ein Auto im Wert von mehreren Zehntausend Euro fährt", sagte eine Polizeisprecherin. Nachdem entsprechende Hinweise eingegangen seien, habe man sich zu der Kontrolle entschieden.

Die Autos stehen bei einem Abschleppunternehmen
Polizei Duisburg

Die Autos stehen bei einem Abschleppunternehmen

Nun seien gegen die Fahrer Strafverfahren eingeleitet worden, in denen geprüft werde, ob sie zu Unrecht Sozialleistungen erhalten hätten. Bis die Ermittlungen abgeschlossen seien, würden die Fahrzeuge nun auf dem Hof eines Abschleppunternehmens bleiben, sagte die Sprecherin.

Bei den Kontrollen gelang der Polizei außerdem ein Zufallstreffer. Zwei mit Haftbefehl gesuchte Personen wurden festgenommen. Drei Autos wurden zudem beschlagnahmt, weil sie nicht mehr verkehrssicher waren. Insgesamt wurden 15 Strafanzeigen erstattet.

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Anmerkung der Redaktion: In einer früheren Version dieses Artikels war in einem Zitat der Polizeisprecherin von Arbeitslosengeld die Rede. Das war missverständlich verkürzt. Es handelt sich um Arbeitslosengeld II, bekannt unter dem Namen Hartz IV.

fek



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