Streit bei Polizeikontrolle Strafbefehl gegen Polizist und Autofahrer beantragt

Bei einer Kontrolle wegen Falschparkens in Duisburg kam es zu einem Tumult. Ein Autofahrer soll handgreiflich geworden sein, ein Polizist zugeschlagen haben. Der Streit hat nun für beide juristische Folgen.


Ein knappes Jahr nach Tumulten bei einem Routineeinsatz der Polizei in Duisburg fordert die Staatsanwaltschaft Konsequenzen für einen Polizisten und einen Autofahrer. Der Polizist soll per Strafbefehl eine Bewährungsstrafe wegen Körperverletzung im Amt erhalten, der Autofahrer eine Geldstrafe wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte.

Auslöser des Vorfalls vom 25. Juni 2017 war eine Polizeikontrolle falsch geparkter Autos in Duisburg-Bruckhausen. Während des Einsatzes gab es einen tumultartigen Menschenauflauf, nachdem ein betroffener Autofahrer das Vorgehen der Beamten lautstark kritisiert und sich geweigert hatte, seine Personalien anzugeben.

Dabei soll der Autofahrer laut Staatsanwaltschaft körperlichen Widerstand dagegen geleistet haben, in Gewahrsam genommen zu werden. Als der Mann bereits fixiert am Boden lag, soll der Polizist ihn dreimal getreten und dabei mindestens einmal am Kopf oder Oberkörper getroffen haben. Der Autofahrer soll dadurch Verletzungen davongetragen haben.

ulz/AFP



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