Drogenprozess Freispruch für Eike Immel

Die Staatsanwaltschaft warf Eike Immel vor, regelmäßig Kokain gekauft zu haben, doch das ließ sich nicht beweisen: Der frühere Fußball-Nationaltorwart ist vom Amtsgericht Dortmund freigesprochen worden. Er wurde nur wegen einer Verletzung der Unterhaltspflicht verurteilt.

Eike Immel im Dortmunder Amtsgericht: 400 Euro Strafe wegen fehlendem Unterhalt
dapd

Eike Immel im Dortmunder Amtsgericht: 400 Euro Strafe wegen fehlendem Unterhalt


Dortmund - Der frühere Fußballprofi Eike Immel ist vom Dortmunder Amtsgericht wegen Verletzung der Unterhaltspflicht zu einer Geldstrafe von 400 Euro verurteilt worden. Von einem schwereren Vorwurf wurde er jedoch freigesprochen: Dass Immel in einem Bordell in Schwerte in 78 Fällen Kokain zum Eigenbedarf gekauft haben soll, ließ sich nicht beweisen.

Zuvor hatte die Zeugin, auf die sich die Anklage der Staatsanwaltschaft im Wesentlichen stützte, ihre Aussage in einer eidesstattlichen Versicherung widerrufen. Die Betreiberin eines Bordells in Schwerte hatte ursprünglich behauptet, dass ein Freund des Ex-Fußballers ihm regelmäßig Kokain in den Rotlicht-Club gebracht habe.

Immel hatte dies stets bestritten, die Unterhaltspflichtverletzung hingegen eingeräumt. "Das hätte nicht vorkommen dürfen", sagte der 51-Jährige noch einmal unmittelbar vor der Urteilsverkündung.

hut/dpa/dapd



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