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Einzigartiger Einsatz: Polizei sperrt Autobahn wegen Drogenkontrolle

Die Polizei hat für eine großangelegte Drogen- und Alkoholkontrolle die A 7 gesperrt - in einem Ausmaß, das es in Deutschland noch nicht gab. Innerhalb von sechs Stunden wurden auf der A 7 rund 1200 Autofahrer überprüft. Zwei von ihnen wurden mit Haftbefehl gesucht.

Göttingen - Knapp 120 Beamte überprüften im Rahmen der groß angelegten Verkehrskontrolle unter dem Motto "Don't drug an drive" Autofahrer auf Drogen- und Alkoholeinfluss. "Es war das erste Mal, dass die Polizei in diesem Ausmaß eine Kontrolle durchführte", sagt ein Sprecher zu SPIEGEL ONLINE.

Die A 7 war gestern Nacht für sechs Stunden in Fahrtrichtung Hannover gesperrt. Der gesamte Verkehr wurde über die Rastanlage Göttingen-Ost umgeleitet. Beamte sichteten dort die Fahrzeuge und schnappten zwei Personen, die mit Haftbefehl gesucht wurden. Nähere Angaben machte der Polizeisprecher nicht.

Zwei betrunkene Autofahrer mussten Polizeiangaben zufolge ihren Führerschein noch an Ort und Stelle abgeben, sechs mussten sich einer Blutprobe unterziehen. Insgesamt leiteten die Beamten 15 Strafverfahren ein und stellten zwölf Anzeigen wegen Ordnungswidrigkeiten.

Ein russischer Lkw-Fahrer musste aufgrund gravierender technischer Mängel und einer mangelhaften Ladungssicherung eine Sicherheitsleistung in Höhe von 250 Euro an die Ordnungshüter entrichten. Er und zwei weitere Brummifahrer durften nicht mehr weiterfahren.

Vor der Vollsperrung hatten die Beamten noch eine Geschwindigkeitskontrolle zwischen der Rastanlage Göttingen Ost und der Anschlussstelle Göttingen in einer Tempo-100-Zone aufgebaut. Insgesamt 373 Raser gingen der Polizei in die Radarfalle, 115 von ihnen müssen mit einem Fahrverbot rechnen. Der schnellste Fahrer war mit Tempo 192 über die Autobahn gerast.

Neben der A 7 hatte die Polizei weitere 13 Kontrollen im Stadtgebiet von Göttingen, im Bereich Hann. Münden, Friedland und Duderstadt errichtet. Insgesamt wurden 1235 Fahrzeugführer durch rund 145 Polizeibeamte überprüft. 120 Fahrzeugführer gehörten der Zielgruppe der so genannten jungen Fahranfänger im Alter von 18 bis 25 Jahren an. Alles in allem leitete die Polizei 394 Anzeigen wegen Ordnungswidrigkeiten und rund 20 Ermittlungsverfahren wegen verschiedener Verstöße ein.

Das höchste Alcotest-Ergebnis ergab 2,14 Promille - von einem Radfahrer.

jjc

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