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Mexikanischer Drogenboss: "El Chapo" soll auf Flucht Abstecher nach Kalifornien gemacht haben

Die Tochter des mexikanischen Drogenbosses "El Chapo" verrät Details seiner Flucht: Zwei Mal sei er währenddessen sogar in die USA eingereist. Unter anderem, um sich ihr neues Haus anzusehen.

Joaquín "El Chapo" Guzmán Zur Großansicht
REUTERS

Joaquín "El Chapo" Guzmán

Fünf Monate und 27 Tage lang versteckte sich der mexikanische Drogenboss Joaquín Guzmán nach seiner spektakulären Flucht aus dem Gefängnis vor der Polizei. Besonders unsicher hat sich "El Chapo" dabei aber offenbar nicht gefühlt, im Gegenteil: Zwei Mal soll er sogar in die USA eingereist sein. Das erzählte die Tochter des Drogenbosses nun dem britischen "Guardian".

Rosa Isela Guzmán Ortiz hat die US-amerikanische Staatsbürgerschaft und lebt mit ihren vier Kindern im Bundesstaat Kalifornien. Dort habe ihr Vater sie kurz nach einem Treffen mit dem Schauspieler Sean Penn im Oktober besucht, um sich ihr neues Haus anzugucken, sagte Ortiz der Zeitung. Wie Guzmán es schaffte, die Grenze zwischen Mexiko und den USA zu überqueren, verriet sie in dem Interview nicht.

"El Chapo" war im vergangenen Juli durch einen Tunnel entwischt, der aus seiner Gefängniszelle herausführte. Es war bereits sein zweiter Ausbruch aus der Haft. Monatelang wurde in Mexiko und den USA nach dem Drogenboss gefahndet. Auf seiner Flucht gab "El Chapo" dem Schauspieler Penn ein Interview. Anfang Januar wurde Guzmán dann in der Küstenstadt Los Michos im Nordwesten Mexikos festgenommen.

Seitdem fordern die USA die Auslieferung "El Chapos". Bislang versuchte der Boss des Drogenkartells Sinaloa alles, um diesen Schritt zu verzögern. In der vergangenen Woche bat er dann allerdings selbst darum, schnell in das Nachbarland überstellt zu werden: Er sei bei schlechter Gesundheit und werde mit Schlafentzug gefoltert.

brk/AFP

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