Wegen Drogenhandels US-Justiz klagt zwei Söhne von "El Chapo" an

Nach dem Urteil gegen den Vater nehmen die Vereinigten Staaten seine Kinder ins Visier: Die US-Justiz hat zwei Söhne des mexikanischen Drogenbosses "El Chapo" angeklagt.

Polizisten im mexikanischen Bundesstaat Sinaloa
AFP

Polizisten im mexikanischen Bundesstaat Sinaloa


Wegen Drogenhandels hat die US-Justiz zwei Söhne des verurteilten mexikanischen Drogenbosses Joaquín "El Chapo" Guzmán angeklagt. Die Anklageschrift wurde anderthalb Wochen nach dem Schuldspruch gegen "El Chapo" in New York veröffentlicht.

Dem 34-jährigen Joaquín Guzmán López alias "El Güero" (der Blonde) und seinem sechs Jahre jüngeren Bruder Ovidio Guzmán López alias "El Ratón" (die Maus) werde vorgeworfen, von April 2008 bis April 2018 Kokain, Chystal Meth und Marihuana aus Mexiko in die USA geschmuggelt zu haben, teilte das US-Justizministerium mit. Es wird angenommen, dass die Brüder derzeit in Mexiko leben.

Die Anklageschrift war bereits im April 2018 vorbereitet worden. Sie wurde aber unter Verschluss bewahrt, um "die Sicherheit von Zeugen zu schützen" und die Ermittlungen nicht zu behindern, teilten die US-Behörde mit. Die beiden Angeklagten gelten als Mitglieder des von ihrem Vater mitbegründeten Sinaloa-Kartells.

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Joaquín "El Chapo" Guzmán: Das Urteil gegen den Drogenboss

"El Chapo" Guzmán war am 12. Februar nach einem dreimonatigen Mammutverfahren in New York verurteilt worden. Die Geschworenen befanden Guzmán in sämtlichen Anklagepunkten für schuldig.

Laut Klageschrift soll das Sinaloa-Kartell unter seiner Führung zwischen 1989 und 2014 fast 155 Tonnen Kokain und große Mengen andere Drogen in die USA geschmuggelt haben. Das Strafmaß soll am 25. Juni verkündet werden.

sen/AFP/dpa

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