El Salvador Bewaffnete erschießen bei Schulabschlussfeier acht Gäste

Mit Gewehren und Pistolen bewaffnet stürmt eine Bande eine Abschlussparty in El Salvador und richtet ein Massaker an. Acht Menschen sterben. Nur die Gastgeberin überlebt.


Acajutla - Um Mitternacht überfallen die Amokläufer eine Privatparty und schießen auf die Gäste, nur ein 15-jähriges Mädchen bleibt unverletzt: Bewaffnete haben in einer westlich gelegenen Küstenstadt von El Salvador ein Haus mit Sturmgewehren und Pistolen gestürmt und dabei acht Menschen umgebracht.

Mitten auf dem Fest in Acajutla eröffneten die unbekannten Täter das Feuer, wie Polizeichef Mauricio Ramírez Landaverde berichtete. Nur die 15-jährige Jugendliche, zu deren Ehren die Feier veranstaltet wurde, kam lebend davon. Das Motiv ist weitgehend unklar - womöglich habe laut Polizei einer der Gäste auf der Todesliste gestanden. Bei der Feier nahmen Familienangehörige und Freunde teil.

40 Morde kommen in El Salvador statistisch auf 100 000 Einwohner - damit zählt das mittelamerikanische Land zu den gefährlichsten Staaten weltweit. Für einen Großteil der Verbrechen sind Jugendbanden - die sogenannten Maras - verantwortlich.

Zuletzt hatte die Ermordung der honduranische Schönheitskönigin María José Alvarado, eine 19-jährige Studentin, auf die weit verbreitete Gewalt in Mittelamerika aufmerksam gemacht.

daf/AP/dpa

Mehr zum Thema


Forum - Diskutieren Sie über diesen Artikel
insgesamt 1 Beitrag
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
raber 26.11.2014
1. El Salvadors Ermordete entsprechen 34.000 in Deutschland
Ein Grossteil der Morde wird den Banden der Maras zugeschoben; so jugendlich ist ein grosser Teil von denen nicht mehr. Tatsächlich ist die organisierte Kriminalität das viel grössere Übel. Erpressungen, Schutzgelder, Entführungen und Drogenschmuggel sind deren Hauptaktivitäten. Die Polizei hat in den letzten 2 Jahrzehnten aber praktisch nichts dagegen unternommen sondern eher blockiert. Ehemalige Polizeichefs, Abgeordnete und Miltärs sind in diese Aktivitäten verwickelt oder sehen gegen Bezahlung weg. Bekannte und in anderen Ländern gesuchte Drogenschmuggler laufen in El Slavador frei herum. Die Gewalttätigkeit ist überwältigend. Zu den 40 Morden/ 100.000 Einwohneren (entsprechend als ob in Deutschland mehr als 34.000 Menschen pro Jahr ermordet würden) müsssten die tausenden von sogenannten Verschwundenen addiert werden.
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2014
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.