DNA-Abgleich Leiche von Elias identifiziert

Bei der in einer Gartenlaube gefundenen Leiche handelt es sich um den sechsjährigen Elias. Dies ergab die DNA-Analyse der Polizei.

Gartenlaube in Luckenwalde, Brandenburg: "Zweifelsfreier" DNA-Abgleich
DPA

Gartenlaube in Luckenwalde, Brandenburg: "Zweifelsfreier" DNA-Abgleich


Der sechs Jahre alte Elias aus Potsdam ist tot. Das hat die DNA-Untersuchung der am Freitag gefundenen Kinderleiche zweifelsfrei ergeben, wie die Ermittler am Sonntag mitteilten. Die Leiche war im Kleingarten des mutmaßlichen Mörders in Luckenwalde entdeckt worden.

Elias sei kurz nach seiner Entführung im Juli gewaltsam zu Tode gekommen, hieß es. Zu Ursache, Zeitpunkt und Todesort gibt es noch keine Angaben. Die Mutter des Kindes wurde über die traurige Nachricht informiert und wird seelsorgerisch betreut.

Der 32 Jahre alte Verdächtige legte im Fall Elias bislang nur ein kurzes Geständnis ohne Details ab. Seit Donnerstag wurde der Mann nicht befragt. Er hatte den Ermittlern lediglich den Ort in der Kleingartenanlage genannt, an dem er den kleinen Jungen vergraben hatte. Dort war am Freitagabend dann eine Kinderleiche gefunden worden.

Der Wachmann aus dem Süden Brandenburgs war zunächst wegen des Mordes am Berliner Flüchtlingsjungen Mohamed, 4, festgenommen worden. Dann hatte er eingeräumt, auch den seit Monaten vermissten Elias getötet zu haben.

jus/dpa/AFP

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insgesamt 9 Beiträge
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allessuper 01.11.2015
1. tragisch und barbarisch
Menschen die.Krieg Flucht erleben und in einem reichen Land voller Angst auf diese Art empfangen werden. Im 21.Jh. Den Müttern mein Beileid. Ich schäme mich für meine deutschen Landsleute.
eunegin 01.11.2015
2. Berlin
Als Vater und Wahl-Zwangs-Berliner schockieren solche Meldungen umso mehr und man kann sich gar nicht vorstellen, wie dies für die Eltern sein muss. Nur habe ich in verschiedenen Großstädten und auch im Ausland gelebt und Berlin ist mit Abstand diejenige mit den größten sozialen Problemen und sozialem Gefälle. Täglich und schon bei der U-/S-Bahnfahrt ins Büro kann man soziale Problemfälle und aus der Gesellschaft verabschiedete Typen mit gestörtem Verhalten oder auch einfach nur Säufer (U-Bahn, 7.30 Uhr) besichtigen. Manche auffällig, manche weniger. Eine gestörte und komplexbehaftete Stadt, in der Kinder zwar auch gut aufwachsen können und es viele Angebote für sie gibt, aber auch durch ein unglückliches Zusammentreffen verschiedener Welten solch schreckliche Dinge geschehen können.
julia-s12345 01.11.2015
3. immer so gewesen
Zitat von euneginAls Vater und Wahl-Zwangs-Berliner schockieren solche Meldungen umso mehr und man kann sich gar nicht vorstellen, wie dies für die Eltern sein muss. Nur habe ich in verschiedenen Großstädten und auch im Ausland gelebt und Berlin ist mit Abstand diejenige mit den größten sozialen Problemen und sozialem Gefälle. Täglich und schon bei der U-/S-Bahnfahrt ins Büro kann man soziale Problemfälle und aus der Gesellschaft verabschiedete Typen mit gestörtem Verhalten oder auch einfach nur Säufer (U-Bahn, 7.30 Uhr) besichtigen. Manche auffällig, manche weniger. Eine gestörte und komplexbehaftete Stadt, in der Kinder zwar auch gut aufwachsen können und es viele Angebote für sie gibt, aber auch durch ein unglückliches Zusammentreffen verschiedener Welten solch schreckliche Dinge geschehen können.
Das war schon immer so. Mich bringen keine 10 Pferde nach Berlin. Was tut die Politik eigentlich gegen die ganzen Probleme in der Hauptstadt? Die Berliner bräuchten einmal 10 Jahre lang eine CSU-Regierung, dann würde es in der Hauptstadt anders aussehen. Es tut mir leid, aber Berlin bleibt wohl immer Berlin, im negativen Sinn. Noch jemand hier, der das genauso sieht? Freue mich über ein Feedback!
heddy_77 01.11.2015
4. Warum? Warum?
Ich glaube, kein Psychologe kann uns auf diese Frage eine Antwort geben. Immer wieder quer durch die Republik gibt es diese Verbrechen, in anderen Ländern auch. Mal in den Städten, mal in verschlafenen Dörfern. Warum haben wir uns vor 50 - 60 Jahren geborgen gefühlt, wir spielten von morgens bis abends draußen? Mir tun die Eltern leid, die Eltern der Opfer und die Eltern der Täter. Mein tiefes Mitgefühl.
hapeschmidt2 01.11.2015
5. Ja.
Zitat von julia-s12345Das war schon immer so. Mich bringen keine 10 Pferde nach Berlin. Was tut die Politik eigentlich gegen die ganzen Probleme in der Hauptstadt? Die Berliner bräuchten einmal 10 Jahre lang eine CSU-Regierung, dann würde es in der Hauptstadt anders aussehen. Es tut mir leid, aber Berlin bleibt wohl immer Berlin, im negativen Sinn. Noch jemand hier, der das genauso sieht? Freue mich über ein Feedback!
Sie wollen ein Feedback. Ja, ich sehe das auch so wie Sie. Aber da ich aus dem Ruhrgebiet komme (Herne), hält sich mein Mitleid in Grenzen. ;-)
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