Limburg Erster Angeklagter sagt im Prozess zu Kinderporno-Plattform aus

Ein 40-Jähriger hat im "Elysium"-Prozess gestanden, die Technik für die Kinderporno-Plattform bereitgestellt zu haben. Eigenen Aussagen zufolge, um bei der Aufklärung zu helfen.

Zwei Angeklagte im Landgericht Limburg (Archiv)
DPA

Zwei Angeklagte im Landgericht Limburg (Archiv)


Im Prozess zur Kinderporno-Plattform "Elysium" hat der erste Angeklagte ausgesagt. Ein 40-Jähriger aus dem Kreis Limburg-Weilburg räumte vor dem Landgericht Limburg unter anderem ein, die Technik dafür bereitgestellt zu haben.

Er habe aber nur mitgemacht, um Daten über die Szene zu sammeln und diese später der Polizei zur Verfügung zu stellen, sagte der Mann. So habe er bei der Aufklärung helfen wollen. Auch die drei Mitangeklagten wollten sich noch zu den Vorwürfen äußern.

Die Männer aus Hessen, Baden-Württemberg und Bayern stehen vor Gericht, weil sie die Plattform "Elysium" betrieben oder sich daran beteiligt haben sollen. Die Plattform war etwa ein halbes Jahr im Darknet, einem Teil des Internets, in dem sich Nutzer anonym bewegen können, online. Sie hatte mehr als 111.000 Nutzerkonten weltweit. Im Juni 2017 wurde "Elysium" von Ermittlern des Bundeskriminalamtes und der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt abgeschaltet.

bbr/dpa

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