Endzeitritual in Chile Sektenmitglieder sollen Baby verbrannt haben

Ermittler in Chile werfen vier Personen ein grausames Verbrechen vor: Die Sektenmitglieder sollen in einem Endzeitritual ein drei Tage altes Baby bei lebendigem Leib verbrannt haben. Unter den Verdächtigen ist auch die Mutter. Sie soll das Menschenopfer befürwortet haben.


Santiago de Chile - Die Polizei in Chile hat vier Personen festgenommen, die in einem Sektenritual ein Baby bei lebendigem Leib verbrannt haben sollen. Der Sektenführer war offenbar davon überzeugt, das Ende der Welt stehe bevor und das Mädchen sei der Antichrist.

Die Verdächtigen sollen den drei Tage alten Säugling am 21. November vergangenen Jahres auf einen Hügel in der Stadt Colliguay gebracht und dort in ein Feuer geworfen haben. Die Mutter des Babys ist eine der vier Festgenommenen. Die 25-Jährige soll das Menschenopfer befürwortet haben.

"Das Baby war nackt. Sie schnürten ein Band über den Mund, damit keiner die Schreie der Kleinen hört. Nachdem sie die Geister angerufen hatten, warfen sie sie lebendig ins Feuer", sagte ein Ermittler der chilenischen Bundespolizei.

Die Sekte wurde den Behörden zufolge 2005 gegründet und wird von einem 36-Jährigen angeführt. Er befindet sich auf der Flucht. Zuletzt soll er gesehen worden sein, als er nach Peru reiste, um Ayahuasca zu kaufen, ein halluzinogenes Gebräu, mit dem er die Mitglieder der Sekte gefügig machte.

Viele Mitglieder der Gruppe sollen einen Hochschulabschluss besitzen - dem Ermittler zufolge sind unter anderem ein Tierarzt, ein Filmemacher und ein Bauzeichner Mitglied.

ulz/AP



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