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Entführte Yacht Piraten töten vier US-Segler

Tödliche Ende einer Entführung: Seeräuber haben vor der Küste Somalias vier amerikanische Segler erschossen. Das teilte das US-Militär mit. Auch zwei Piraten wurden bei Feuergefechten getötet.

Washington - Auf der von Piraten im Indischen Ozean entführten Segelyacht "Quest" hat sich eine Tragödie abgespielt: Das US-Militär bestätigte am Dienstag, dass die Seeräuber vier amerikanische Geiseln erschossen haben. Den Angaben zufolge war es das erste Mal, dass Piraten US-Amerikaner töteten. "Wir drücken unser tiefstes Mitgefühl für die Unschuldigen aus, die ihr Leben an Bord der 'Quest' verloren haben", sagte General James N. Mattis.

Den Streitkräften zufolge liefen Verhandlungen über die Freilassung der Geiseln, als plötzlich Schüsse zu hören waren. Als Navy-Soldaten die Yacht erreichten, seien alle vier Entführungsopfer tot aufgefunden worden. Zwei Piraten starben während der anschließenden Feuergefechte, 13 wurden gefangengenommen. Zudem seien die Leichen zweier weiterer Piraten entdeckt worden, die bereits vor geraumer Zeit starben. Deren Todesursache wurde zunächst nicht bekannt. Zwei weitere Seeräuber befanden sich schon vorher in Haft. Den Militärangaben zufolge waren insgesamt also 19 Seeräuber an dem Überfall beteiligt.

Die "Quest" gehört einer Website zufolge einem Ehepaar, das seit Dezember rund um die Welt segelte. Geplant sei eine acht bis zehn Jahre dauernde Reise, heißt es auf der Website. Bei dem Paar handelte es sich der Website zufolge um Prediger, die Bibeln an Schulen und Kirchen in abgelegenen Orten auf den Fidschi-Inseln, in Alaska, Neuseeland, Mittelamerika und Französisch Polynesien verteilten. Bei den beiden anderen getöteten Geiseln handelt es sich um eine Frau und einen Mann aus Seattle.

Im Indischen Ozean vor Somalia liegen die gefährlichsten Wasserwege der Welt: Dem Internationalen Schifffahrtsbüro (IMB) zufolge ereigneten sich dort im vergangenen Jahr rund 90 Prozent aller weltweit registrierten Piratenüberfälle. Demnach wurden 2010 vor der somalischen Küste 49 Schiffe gekapert und 1016 Seeleute verschleppt.

wit/Reuters/AP/AFP

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insgesamt 39 Beiträge
DasReptil 22.02.2011
Segeln vor Somalia. Hört sich nach einer grandiosen Idee an.
Zitat von sysopTödliche Ende einer Entführung: Seeräuber haben vor der Küste Somalias vier amerikanische*Segler erschossen. Das teilte das US-Militär mit. Zuvor waren offenbar Verhandlungen über*die Freilassung der Geiseln*gescheitert. http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,747080,00.html
Segeln vor Somalia. Hört sich nach einer grandiosen Idee an.
hanjin2 22.02.2011
Wer in dieser Gegend segelt, sollte wissen was ihn erwarten kann. Mein Mitgefühl hält sich in Grenzen.
Zitat von sysopTödliche Ende einer Entführung: Seeräuber haben vor der Küste Somalias vier amerikanische*Segler erschossen. Das teilte das US-Militär mit. Zuvor waren offenbar Verhandlungen über*die Freilassung der Geiseln*gescheitert. http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,747080,00.html
Wer in dieser Gegend segelt, sollte wissen was ihn erwarten kann. Mein Mitgefühl hält sich in Grenzen.
tehu@tehu.de 22.02.2011
na ja, Segeln vor Somalia ist vielleicht nicht die beste aller Ideen für einen Urlaub, aber wer als Missionar tätig ist, wird an der somalischen Küste und deren Umgebung mehr Menschen finden, die Hilfe, Zuspruch und manche sogar [...]
na ja, Segeln vor Somalia ist vielleicht nicht die beste aller Ideen für einen Urlaub, aber wer als Missionar tätig ist, wird an der somalischen Küste und deren Umgebung mehr Menschen finden, die Hilfe, Zuspruch und manche sogar Religion brauchen, als in vielen anderen Gegenden; mir tun alle Menschen leid, die durch Gewalt umkommen, auch wenn sie sich selber in Gefahr begeben haben. Und ich würde selber nicht auf Mission gehen und bin auch nicht ganz sicher, ob sowas überhaupt sinnvoll und/oder gottgewollt ist, aber auf jeden Fall hab ich vor Leuten Respekt, die ob ihrer Ideale willen dorthin gehen wo´s weh tut, statt in warmen Behördenstuben Schreibtischdienst zu tun
Feder&Schwert 22.02.2011
...mit so einer teuren Yacht vor einem der ärmsten Länder der Welt die Show zu machen. "Hey, schaut mal her wie reich wir sind... Eure Armut kotzt uns an..." Wer so dämlich und unsensibel ist, hat den Tod verdient. [...]
...mit so einer teuren Yacht vor einem der ärmsten Länder der Welt die Show zu machen. "Hey, schaut mal her wie reich wir sind... Eure Armut kotzt uns an..." Wer so dämlich und unsensibel ist, hat den Tod verdient. Das war doch klar, dass das so enden musste! Was habe die denn gedacht?!? Die MÜSSEN für den Darwin Award nominiert werden...
marypastor 22.02.2011
faehrt man nicht. Schon mal gar nicht mit einer Yacht.
Zitat von sysopTödliche Ende einer Entführung: Seeräuber haben vor der Küste Somalias vier amerikanische*Segler erschossen. Das teilte das US-Militär mit. Zuvor waren offenbar Verhandlungen über*die Freilassung der Geiseln*gescheitert. http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,747080,00.html
faehrt man nicht. Schon mal gar nicht mit einer Yacht.
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"Atalanta" und Eufor
An dem Anti-Piraten-Einsatz der Europäischen Union am Horn von Afrika nehmen bis zu 1400 Bundeswehrsoldaten teil. Derzeit sind es rund 240 deutsche Soldaten und die Fregatte "Bremen". Sie sollen gemeinsam mit Soldaten aus anderen europäischen Ländern die Schiffe des Welternährungsprogramms, bei Bedarf auch zivile Schiffe, vor Übergriffen schützen sowie die Seewege überwachen. Der Einsatzbereich umfasst bis zu 500 Seemeilen.

Laut EU-Beschluss lautet das Ziel der Mission: "die Abschreckung, Verhütung und Bekämpfung von seeräuberischen Handlungen und bewaffneten Raubüberfällen". Dazu gehört explizit auch der "Einsatz von Gewalt". Der bislang geltende Einsatz war bis zum 15. Dezember 2009 befristet.

Tödliche Einsätze beim Kampf gegen Piraten
Die Besatzung des gekaperten libyschen Frachters "MS RIM" befreite sich selbst. Bei dem Kampf nahe der nordsomalischen Küste wurde der EU-Marinemission Atalanta ein Besatzungsmitglied schwer verletzt und mehrere Piraten getötet.





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