Geiselnahme in Erfurt Polizei sucht bundesweit nach Messerstecher

Ein 41-Jähriger soll seine Ex-Freundin als Geisel genommen und einen Passanten attackiert haben - mittlerweile gibt es einen Haftbefehl gegen den Mann. Er ist den Ermittlern zufolge aggressiv.


Die Thüringer Polizei sucht inzwischen bundesweit mit Haftbefehl nach einem mutmaßlichen Messerstecher. Es sei unklar, ob sich der als gewalttätig eingestufte 41-jährige Sergejus G. noch in Erfurt aufhalte, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft.

Der Haftbefehl sei am Nachmittag erlassen worden. Der Mann, der am frühen Donnerstagmorgen seine Ex-Freundin in der Landeshauptstadt Thüringens als Geisel genommen haben soll, ist seitdem flüchtig. Die Polizei fahndet nach ihm, die Suche hatte sich bislang auf Erfurt konzentriert.

Der 41-jährige Tatverdächtige soll über den Balkon in die Wohnung seiner ehemaligen Partnerin eingestiegen sein. Diese befindet sich in einem Wohngebiet vier Kilometer vom Stadtzentrum entfernt. Laut Polizei griff G. sich ein Messer, bedrohte die Frau und holte sie gewaltsam aus der Wohnung.

Zum Tatzeitpunkt hatte sich nach früheren Angaben ein weiterer Mann in der Wohnung aufgehalten. In welcher Beziehung er zu der Frau steht, ist noch unklar.

Während der Flucht in Erfurt soll der 41-Jährige mit einem Messer auf einen 24 Jahre alten Passanten eingestochen und ihn schwer verletzt haben. Der junge Mann sei außer Lebensgefahr, teilte die Polizei mit.

Die 34-Jährige sei von den Einsatzkräften in der Nähe von Bahngleisen aufgegriffen worden. Der Mann, der bei ihr war, sei über die Gleise geflohen.

Ein Polizeisprecher sagte, es gebe einzelne Hinweise aus der Bevölkerung zu dem Flüchtigen, aber keine konkrete Spur. Die Beamten warnten ausdrücklich vor dem Mann. Er sei äußerst aggressiv, gewalttätig und trage möglicherweise Waffen bei sich. Autofahrer sollen auf keinen Fall Anhalter mitnehmen.

bbr/dpa



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