Mögliche Liebesbeziehung zum Onkel Ermittlungen im Fall Josephine wieder aufgenommen

Eine 14-Jährige brennt mit ihrem Onkel durch - angeblich aus Liebe. Der Fall ereignete sich vor einem Jahr. Erst jetzt erstattet der Vater Strafanzeige.


Es war ein Skandal im vergangenen Jahr: Europaweit suchte die Polizei nach der 14-jährigen Josephine aus Brandenburg, die mit ihrem Onkel in einem Wohnmobil geflüchtet war. Den beiden wurde eine Liebesbeziehung nachgesagt. Als man das Mädchen schließlich fand, wurde kein Haftbefehl gegen den Onkel beantragt - nun, ein Jahr später, zeigt Josephines Vater ihn an.

Rund einen Monat waren Josephine und ihr damals 47-jähriger Onkel verschwunden. Im April 2015 waren die beiden schließlich bei einer Polizeikontrolle in Südfrankreich aufgegriffen worden. Das Mädchen hatte daraufhin erklärt, freiwillig mit dem Onkel gereist zu sein. Nach ihren Angaben hatte sie mit ihm eine Liebesbeziehung.

Nun wird das Ermittlungsverfahren gegen den Onkel der mittlerweile 15-Jährigen wegen sexuellen Missbrauchs eines Kindes wieder aufgenommen. Es liege eine Anzeige des Vaters vor, sagte Oberstaatsanwalt Jürgen Schiermeyer. Zuvor hatte die "Bild"-Zeitung darüber berichtet. Die Mutter des Mädchens wollte sich auf Anfrage nicht dazu äußern.

Im Sommer 2015 war ein Ermittlungsverfahren zu dem Fall eingestellt worden. Der Verdacht, der Onkel habe ein Verhältnis mit der Nichte bereits ab ihrem 13. Lebensjahr, habe sich nicht erhärtet, hieß es damals.

kry/dpa




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