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Ertrunkener Junge: Erzieherin muss vor Gericht

Ein kleiner Junge stiehlt sich in der Kita unbemerkt davon, fällt in einen Kübel und ertrinkt. Eine Erzieherin wurde nun wegen fahrlässiger Tötung angeklagt.

Nachdem ein kleiner Junge unter ihrer Aufsicht ertrunken ist, muss sich eine Erzieherin vor Gericht verantworten. Die Staatsanwaltschaft Bielefeld hat die 36-jährige Frau wegen fahrlässiger Tötung angeklagt. Sie sei im Juni 2015 ihrer Sorgfaltspflicht nicht nachgekommen, sagte ein Behördensprecher.

In dem privaten Kindergarten im ostwestfälischen Porta Westfalica gingen damals die beiden Erzieherinnen mit sechs Kindern in einen Hühnerstall auf dem Gelände. Der 16 Monate alte Junge schlich sich unbemerkt davon.

Den Ermittlungen zufolge fiel das Kind kopfüber in einen Maurerkübel unter einer Regenrinne. Obwohl in dem Plastikbottich nur wenige Zentimeter Wasser waren, starb das Kleinkind.

Die Ermittlungen gegen die zweite Tagesmutter wurden eingestellt. Hinweise für ein Mitverschulden des Jugendamtes als Aufsichtsbehörde fand die Staatsanwaltschaft nicht.

sep/dpa

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