Ruhrgebiet Gruppe junger Männer soll Schülerinnen vergewaltigt haben

In Nordrhein-Westfalen ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen eine Gruppe mutmaßlicher Sexualstraftäter. Die Polizei geht von mindestens sechs Opfern aus - nach einem Tatverdächtigen wird gefahndet.


Insgesamt fünf junge Männer sollen in Gelsenkirchen und Essen mehrere minderjährige Schülerinnen vergewaltigt haben. Drei Verdächtige im Alter von 19 bis 23 Jahren säßen bereits in Untersuchungshaft, teilte die Polizei Essen mit.

Die Ermittler werfen den Tatverdächtigen unter anderem Vergewaltigung, versuchte Vergewaltigung und sexuelle Nötigung vor. Nach einem 18-Jährigen wird gefahndet. Außerdem ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen einen 16-Jährigen, dessen Name und Aufenthaltsort bekannt seien. Gegen ihn liege aber kein Haftbefehl vor, da bei ihm keine Fluchtgefahr bestehe, sagte Oberstaatsanwältin Anette Milk.

Bislang sind den Ermittlern zufolge drei Opfer bekannt, die 16 Jahre alten Mädchen hatten Anzeige erstattet. Den bisherigen Ermittlungen zufolge gab es jeweils im Dezember und im Januar eine Vergewaltigung sowie im Januar eine versuchte Vergewaltigung. Die Polizei geht von mindestens drei weiteren Fällen aus, bei denen die Opfer noch nicht bekannt seien.

Ermittler auf Pressekonferenz
DPA

Ermittler auf Pressekonferenz

Die mutmaßlichen Täter sollen über soziale Netzwerke und Bekannte zu den Mädchen Kontakt aufgenommen haben. Die Vorgehensweise war den Ermittlern zufolge stets ähnlich: Zunächst habe sich ein junger Mann mit dem jeweiligen Mädchen getroffen. Dann seien weitere Männer dazugekommen. Mit einem Auto seien sie dann gemeinsam durch die Stadt gefahren, bevor sie sich an einem entlegenen Ort an ihrem Opfer vergangen hätten.

bbr/dpa



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