Anschlagsdrohung Polizei sichert Einkaufszentrum in Essen

Der Polizei liegen nach eigenen Angaben konkrete Hinweise auf einen geplanten Terroranschlag in Essen vor. Ein Einkaufszentrum in der Innenstadt bleibt den ganzen Tag abgesperrt.

REUTERS

Die Rede ist von "konkreten Hinweisen": In Essen hat es offenbar eine Anschlagsdrohung gegen ein Einkaufszentrum in der Innenstadt gegeben. Das teilte die Polizei am Samstag mit. Die Verkaufshallen, die zugehörige Parkgarage und der U-Bahnzugang bleiben aus Sicherheitsgründen den gesamten Tag über geschlossen.

Die Drohung richte sich nach derzeitigen Erkenntnissen ausschließlich auf das Einkaufszentrum am Limbecker Platz. Zahlreiche Spezialkräfte seien im Einsatz. Ein Polizeisprecher konkretisierte, es gebe Hinweise, dass das Center Ziel eines "Terroranschlags" sein könnte.

Die Informationen beinhalteten demnach auch Angaben zu Datum und Uhrzeit. Die Hinweise erreichten die Essener Polizei "über andere Behörden", hieß es. Weitere Details könnten zunächst nicht mitgeteilt werden.

Die Behörden haben ein Bürgertelefon unter der Nummer 0201/829-1055 eingerichtet.

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Essen: Ausnahmezustand am Einkaufszentrum

Das Einkaufszentrum befindet sich im Nordwesten des Essener Stadtkerns. Es wurde im Jahr 2009 eröffnet. Heute gibt es dort mehr als 200 Geschäfte. Nach eigenen Angaben ist das damit eines der größten innerstädtischen Einkaufszentren Deutschlands.

Wie das regionale Nachrichtenportal "Der Westen" berichtet, seien vor der Räumung nur wenige Mitarbeiter des Einkaufszentrums vor Ort gewesen. Die Entscheidung, das Gebäude nicht zu öffnen, sei laut einem Polizeisprecher bereits in der Nacht gefallen. Die Beamten seien mit einer Hundertschaft angerückt.

Über seine Facebook-Seite informierte das Einkaufszentrum seine Kunden. "Um eine mögliche Gefährdung der Besucher auszuschließen, wurde die Schließung verfügt", hieß es dort. "Wir bitten um Euer Verständnis."

Im April 2016 hatten in Essen zwei muslimische Jugendliche einen Bombenanschlag auf ein Gebetshaus der Sikhs verübt. Bei der Explosion wurden drei Menschen verletzt. Anfang Dezember begann der Prozess gegen die damals 16 Jahre alten Täter und einen Komplizen. Laut Anklageschrift hatten sie die Sikhs als Ungläubige betrachtet.

Bild von der Eröffnung des Einkaufszentrums 2009.
DPA

Bild von der Eröffnung des Einkaufszentrums 2009.

kev/AFP/dpa

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