Mordversuche mit Insulin Polizei Essen gesteht Fehler ein

Bei den Ermittlungen gegen einen Hilfspfleger, der versucht haben soll, Menschen mit Insulin zu töten, hat die Polizei Anweisungen der Staatsanwaltschaft nicht umgesetzt. Für mehrere Beamte hatte das Konsequenzen.  

Frank Richter, Essener Polizeipräsident, und Martina Thon, leitende Kriminaldirektorin
DPA

Frank Richter, Essener Polizeipräsident, und Martina Thon, leitende Kriminaldirektorin


Bei den Ermittlungen gegen einen mittlerweile wegen Mordverdachts inhaftierten Hilfspfleger hat die Polizei Essen Fehler eingeräumt. Konkret geht es um die Polizeiarbeit, nachdem ein 91-Jähriger aus Mülheim an der Ruhr im Mai 2017 lebensgefährlich unterzuckerte.

Der Hilfspfleger war damals erst einen Tag lang bei dem Mann beschäftigt. Der Rentner starb im Juli des vergangenen Jahres.

Die ermittelnden Beamten hätten entgegen eines Auftrages der Staatsanwaltschaft Duisburg etwa keine Erkundigungen über den Tatverdächtigen in anderen Bundesländern eingeholt, sagte die Leitende Kriminaldirektorin Martina Thon. Fünf Beamte seien versetzt oder freigestellt worden, sagte Polizeipräsident Frank Richter. Die Ermittlungen in diesem Fall würden nun von der Polizei Düsseldorf geführt.

Der 36 Jahre alte Pole wird mit zahlreichen ungeklärten Fällen in ganz Deutschland in Verbindung gebracht. Festgenommen wurde der Mann im Februar, nachdem er einen 87-Jährigen in Ottobrunn bei München mit Insulin getötet haben soll.

bbr/dpa



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