Verdacht auf Besitz von Kriegswaffen Spezialkräfte stürmen Wohnung von Essener Rapper

Im Internet posierte Sinan-G mit einem Sturmgewehr. Nun hat die Essener Polizei die Wohnung des Gangster-Rappers durchsucht - ließ den vorbestraften Mann kurze Zeit später aber wieder frei.

SEK-Polizist in Nordrhein-Westfalen (Symbolbild)
DPA

SEK-Polizist in Nordrhein-Westfalen (Symbolbild)


Ein Spezialeinsatzkommando (SEK) der Polizei hat am Morgen in Nordrhein-Westfalen die Wohnung eines 30-jährigen Mannes gestürmt. "Ermittelt wird wegen des Verstoßes gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz", teilte die Polizei zu dem Einsatz in Essen mit. Der Mann habe sich widerstandslos festnehmen lassen.

Bei dem Tatverdächtigen handelt es sich um den Essener Rapper Sinan-G. Die "Bild"-Zeitung und das Portal "Der Westen" veröffentlichten auch Bilder von der Festnahme. Sinan-G hatte zuvor unter anderem mit einem Sturmgewehr im Internet posiert.

Der unter anderem wegen Bandenkriminalität vorbestrafte Musiker aus dem Ruhrgebiet wurde nach einer Vernehmung am Donnerstag wieder freigelassen. Bei der Razzia hatten die Beamten eigenen Angaben zufolge keine Waffen gefunden.

Sinan-G meldete sich nach der Durchsuchung auf Facebook. "Mir geht es gut und ich bin zu Hause", schrieb der Musiker, der bereits mehrere Jahre in Haft saß. Die Bilder mit Sturmgewehr rechtfertigte er mit seiner künstlerischen Tätigkeit: "Es waren Requisiten für den Videodreh und auch die hab ich nicht bei mir zu Hause rumfliegen."

Die Ermittlungen dauern laut Polizei an.

apr

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