Vergewaltigungen im Ruhrgebiet Weitere mutmaßliche Opfer melden sich

Fünf junge Männer sollen im Ruhrgebiet mehrere Mädchen vergewaltigt haben. Nach einem Aufruf der Polizei haben sich weitere mutmaßlich Geschädigte an die Polizei gewendet.


Im Fall der Mitte Februar bekannt gewordenen Vergewaltigungen mehrerer Schülerinnen in Essen und Gelsenkirchen haben sich weitere mutmaßliche Opfer gemeldet. Dies teilte die Staatsanwaltschaft Essen mit. Die "Westdeutsche Allgemeine Zeitung" hatte zuerst berichtet.

Weitere Angaben zu den neuen Zeuginnen machte die Behörde nicht. Staatsanwalt Rainer Kock sagte laut "WAZ", dass so die Opfer geschützt werden sollten. Nach früheren Angaben der Polizei waren die Ermittler davon ausgegangen, dass mindestens sechs Mädchen Opfer der Gruppe geworden waren. Drei 16-Jährige hatten selbst Anzeige erstattet.

Ermittelt wird gegen fünf junge Männer aus Gelsenkirchen im Alter von 16 bis 23 Jahren. Vier von ihnen sitzen in Untersuchungshaft. Sie sollen in wechselnder Tatbeteiligung für die Sexualstraftaten verantwortlich sein.

Die mutmaßlichen Täter sollen über soziale Netzwerke oder Bekannte Kontakt zu den Mädchen aufgenommen haben. Nachdem den Opfern ihr Handy abgenommen worden war, wurden sie an einem entlegenen Ort zu sexuellen Handlungen gezwungen. Bislang bekannt gewordene Tatorte sind der Essener Süden und Gelsenkirchen.

bbr/dpa



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