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Nacktprotest im Kölner Dom: Frühere Femen-Aktivistin muss Geldstrafe zahlen

Josephine Witt vor Gericht:  Berufungsverfahren in Köln  Zur Großansicht
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Josephine Witt vor Gericht: Berufungsverfahren in Köln

Sie protestierte halbnackt im Kölner Dom: Die frühere Femen-Aktivistin Josephine Witt ist auch im Berufungsprozess zu einer Geldstrafe verurteilt worden. Sie zeigt keine Reue, will aber jetzt mit anderen Aktionen auffallen.

Die frühere Femen-Aktivistin Josephine Witt, die während der Weihnachtsmesse 2013 barbusig auf den Altar des Kölner Doms gesprungen war, muss eine Geldstrafe von 600 Euro zahlen. Das Landgericht Köln verurteilte die 22-Jährige im Berufungsverfahren wegen Störung der Religionsausübung und folgte damit der Forderung der Staatsanwaltschaft. Die Verteidigung hatte dafür plädiert, es bei einer "gerichtlichen Standpauke" zu belassen und andernfalls das Jugendstrafrecht anzuwenden.

Das Kölner Amtsgericht hatte Witt im Dezember 2014 zur Zahlung von 1200 Euro verurteilt. Dagegen hatte die Aktivistin Berufung eingelegt.

Die junge Hamburgerin war mitten im Gottesdienst am ersten Weihnachtstag 2013 vor den Augen Kardinal Joachim Meisners nur mit einer Art Lendenschurz bekleidet und der Aufschrift "I am god" (Ich bin Gott) auf dem nackten Oberkörper aufgetreten. Die Studentin der Zahnmedizin wollte damit gegen die Mißachtung der Frauenrechte in der katholischen Kirche und gegen Meisners Position zur Abtreibung protestieren.

Protest im Kölner Dom (25. Dezember 2013): "Ich bin Gott" Zur Großansicht
DPA/ Elke Lehrenkrauss

Protest im Kölner Dom (25. Dezember 2013): "Ich bin Gott"

Vor Beginn der Berufungsverhandlung sagte sie: "Ich bin nicht hierhergekommen, um Reue zu zeigen." Aber sie habe sich weiterentwickelt und versuche jetzt, andere Wege in ihrem Protest zu gehen. Ihr jüngster Protest sei deshalb nicht topless gewesen. Im April hatte sie EZB-Chef Mario Draghi auf einer Pressekonferenz mit Konfetti beworfen und gerufen: "End ECB Dictatorship"- diesmal voll bekleidet. Wichtig sei ihr, betonte sie nun vor Gericht: "Ich schäme mich nicht für das, was ich getan habe."

agr/dpa

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