Angeblich unfaires Verfahren Ex-Sportler Oscar Pistorius klagt vor Verfassungsgericht

Der wegen Totschlags verurteilte Ex-Paralympics-Star Oscar Pistorius hat eine Klage beim südafrikanischen Verfassungsgericht eingereicht. Er soll Opfer eines unfairen Verfahrens geworden sein.

Oscar Pistorius: Bis zur Anhörung im April im Hausarrest
AFP

Oscar Pistorius: Bis zur Anhörung im April im Hausarrest


Die Anwälte des wegen Totschlags verurteilten Ex-Sprinters Oscar Pistorius wollen versuchen, nachzuweisen, dass der 29-Jährige Opfer eines unfairen Verfahrens geworden ist. Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft, Luvuyo Mfaku, bestätigte den Eingang der Klage bei dem Gericht im südafrikanischen Johannesburg.

Die Staatsanwaltschaft habe nun zehn Tage, um dazu Stellung zu nehmen, so Mfaku. Das Gericht werde dann über die Zulassung der Klage befinden. Die Chancen für eine solche Zulassung werden von Experten allerdings als gering eingeschätzt.

Pistorius hatte am Valentinstag 2013 in seinem Haus seine damalige Freundin Reeva Steenkamp erschossen. In zweiter Instanz wurde der unterhalb der Knie amputierte Sportler im Dezember 2015 wegen Totschlags verurteilt. Das Strafmaß wurde noch nicht festgelegt, dem Verurteilten droht allerdings eine Haftstrafe von mindestens 15 Jahren. Pistorius befindet sich nach Zahlung einer Kaution im Hausarrest.

ala/dpa

Forum - Diskussion über diesen Artikel
insgesamt 8 Beiträge
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demiurg666 11.01.2016
1. welches Verfahren
Das Verfahren das ihm zu Hausarrest verurteilt hat war unfair?
Lisa_can_do 11.01.2016
2. Unterhalb des Knie
Aha. Was hat diese Info mit dem Sachverhalt zu tun? Wäre Herr Pistorius schwarz, würde man vom schwarzen Angeklagten sprechen, aber Herr Pustorius ist weiß, also wird nicht erwähnt, welche Hautfarbe er hat. Aber beinamputiert. Nicht nur das: unterm Knie.
dasauge17 11.01.2016
3. hat was
ihn nochmal hoffen zu lassen.
jackohnereacher 12.01.2016
4. Unfair war
doch vor allem, dass er Schüsse durch eine verschlossene Bad Tür abgegeben hat. Selbst wenn ein Verbrecher drin gesessen hätte, dann wäre eine Flucht nicht möglich gewesen und er hätte auf die Polizei oder den Sicherheitsdienst warten können. In SA kommen die nämlich sehr schnell.
Hans58 12.01.2016
5.
Zitat von jackohnereacherdoch vor allem, dass er Schüsse durch eine verschlossene Bad Tür abgegeben hat. Selbst wenn ein Verbrecher drin gesessen hätte, dann wäre eine Flucht nicht möglich gewesen und er hätte auf die Polizei oder den Sicherheitsdienst warten können. In SA kommen die nämlich sehr schnell.
Die Badezimmertür war von innen verschlossen worden. Zur Flucht hätte nur die Tür innen aufgeschlossen werden müssen. OT: Als in Südafrika Lebender erlaube ich mir den dezenten Hinweis, dass hier der Begriff "sehr schnell" nicht mit deutschen Maßstäben gemessen werden kann.
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