Brasilianischer Torwart: Bruno muss 22 Jahre ins Gefängnis

Mord an Ex-Freundin: Bruno verurteilt Fotos
AP/DPA/Justice Tribunal of Minas Gerais

Einst war er brasilianischer Meister, nun ist er als Auftraggeber eines Mordes verurteilt worden: Der frühere Fußballprofi Bruno muss für 22 Jahre ins Gefängnis. Nach Überzeugung des Gerichts ließ er seine Ex-Geliebte ermorden.

Rio de Janeiro - Der frühere Spitzentorwart Bruno Fernandes ist in Brasilien wegen Mordes zu 22 Jahren und drei Monaten Haft verurteilt worden. Ein Schwurgericht in Contagem im Bundesland Minas Gerais befand ihn schuldig, 2010 die Ermordung seiner Ex-Geliebten Eliza Samudio in Auftrag gegeben zu haben.

Die Geschworenen hätten den Angeklagten als "gewalttätige, kaltblütige und hinterhältige Person" empfunden, die "einen teuflischen Mordplan ausgeheckt" habe, sagte die Richterin. Brunos Anwalt Lucio Adolfo kündigte Berufung an.

Samudio hatte ein Verhältnis mit Bruno und brachte seinen Sohn Bruninho zur Welt. Offenbar gab es Streit um die Anerkennung der Vaterschaft und um Unterhaltszahlungen. Darin sah die Staatsanwaltschaft das Tatmotiv.

Samudio war im Juni 2010 im Alter von 25 Jahren spurlos verschwunden. Ihre Leiche wurde bis heute nicht gefunden. Bruno beteuerte stets seine Unschuld. Am Mittwoch hatte er erstmals eingeräumt, seine frühere Freundin sei ermordet worden. Er habe von der Tat erfahren, sie aber nicht in Auftrag gegeben.

hut/dpa

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