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Itzehoe: Panne bei Digitalisierung kostete vier Menschen das Leben

In Itzehoe hatte ein Bagger im März eine Gasleitung abgerissen, die Explosion tötete vier Menschen. Nun stellte sich heraus, dass die Leitung wohl in den digitalen Karten fehlte - sie wurde bei der Umstellung der Karten von Papier auf Computer vergessen.

Rettungskräfte am 10. März in Itzehoe: Schuldfrage steht im Raum Zur Großansicht
DPA

Rettungskräfte am 10. März in Itzehoe: Schuldfrage steht im Raum

Itzehoe - Lange war nach der Ursache gesucht worden, dann war klar, dass ein Bagger eine Gasleitung beschädigt hatte. Dadurch wurde die schwere Explosion ausgelöst, die vor fünf Monaten in Itzehoe in Scheswig-Holstein vier Menschen das Leben kostete.

Nun steht jedoch die Schuldfrage im Raum: Wie konnte es passieren, dass der Bagger die Leitung traf, wer hat übersehen, dass sie dort verlief. Die neuesten Erkenntnisse könnten zeigen: Niemand. Denn die Gasleitung war wohl gar nicht in den digitalen Karten der Stadt eingezeichnet: "Das Kataster wurde in den 1970er Jahren von Papier auf EDV umgestellt, dabei ist die beschädigte Gasleitung nicht eingezeichnet worden", sagte Staatsanwalt Peter Müller-Rakow am Mittwoch.

Die Gasleitung war am 10. März bei Bauarbeiten an einem Haus in der Stadt in Schleswg-Holstein abgerissen worden. Ein Arbeiter und drei Hausbewohner starben. 15 weitere Menschen wurden verletzt. Die Explosion machte sechs Häuser in der Umgebung unbewohnbar.

mia/dpa

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