Verschwundene Fünfjährige in Wales: Polizei fand Knochen bei Angeklagtem

Seit mehr als einem halben Jahr ist die fünfjährige April Jones aus Wales verschwunden. Nun muss sich ihr mutmaßlicher Mörder vor Gericht verantworten. Die Ermittler werfen ihm eine Tat aus sexuellen Motiven vor.

Angeklagter im Fall April Jones: Prozessauftakt in Wales Zur Großansicht
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Angeklagter im Fall April Jones: Prozessauftakt in Wales

Hamburg - Im walisischen Mold hat der Prozess wegen des Verschwindens der fünfjährigen April Jones begonnen. Ein 47-Jähriger, der seit Oktober in Haft ist, muss sich wegen Mordes verantworten. Laut Ermittlern wurden im Haus des Angeklagten nicht nur Blutspuren des Mädchens gefunden, sondern auch Knochenreste, die vermutlich von einem Kind stammen. Das berichten die BBC und andere britische Medien übereinstimmend. Demnach wirft die Anklage dem Mann vor, Aprils Leiche beseitigt zu haben, um Beweise verschwinden zu lassen.

Die Ermittler sollen auf dem Computer des 47-Jährigen kinderpornografische Bilder und auch Material über Kindsmorde anderer Täter gefunden haben. Zudem sollen sich Fotos von April Jones auf seiner Festplatte befunden haben.

Der 47-Jährige erzählt eine andere Version: Demnach gab er an, das Mädchen versehentlich überfahren zu haben. Er habe sie in sein Auto gelegt, um Hilfe zu holen, sei aber ziellos herumgefahren. Was dann genau passiert sei, wisse er nicht. Laut Anklage gibt es für diese Version keine Belege. Der Angeklagte bestreitet, das Mädchen zu sich nach Hause gebracht und missbraucht zu haben.

April Jones war am 1. Oktober 2012 in ihrem Wohnort Machynlleth verschwunden. Zeugen wollen gesehen haben, wie sie in einen Geländewagen stieg - einen solchen fährt auch der Angeklagte. Hunderte Freiwillige und Polizisten suchten vergeblich nach dem Mädchen. Eine Leiche wurde nie gefunden.

hut

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