"Web-Attack" Staatsanwaltschaft ermittelt im Fall Friedrich

Ein 38-Jähriger soll der Leichtathletin Ariane Friedrich eine obszöne E-Mail geschrieben haben. Sie stellte ihn auf Facebook an den Pranger und zeigte ihn an. Nun ermittelt die Staatsanwaltschaft Marburg gegen den Mann aus Hessen.

Leichtathletin Ariane Friedrich: Viel Wirbel um ihre Aktion bei Facebook
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Leichtathletin Ariane Friedrich: Viel Wirbel um ihre Aktion bei Facebook


Marburg - Es geht um den Vorwurf der Beleidigung: Die Staatsanwaltschaft Marburg hat Ermittlungen gegen einen Mann aufgenommen, der Hochspringerin Ariane Friedrich mit einer obszönen E-Mail belästigt haben soll. Es werde zudem geprüft, ob gegen den 38-Jährigen aus dem hessischen Kreis Marburg-Biedenkopf auch wegen der Verbreitung pornografischer Schriften ermittelt werde, sagte eine Sprecherin. Ermittler durchsuchten den Angaben zufolge die Wohnung des Mannes und stellten Datenträger sicher.

Der Mann soll Ariane Friedrich eine anzügliche Nachricht geschickt haben. Friedrich erstattete Anzeige. Die 28-Jährige, im Hauptberuf Polizeikommissarin, hatte die Belästigung auch im sozialen Netzwerk Facebook öffentlich gemacht und den Namen des Mannes genannt. Dieses Vorgehen wurde in der Öffentlichkeit hitzig diskutiert.

Das hessische Bereitschaftspolizeipräsidium prüft derzeit, ob ein Verstoß gegen dienstliche Pflichten vorliegt. Die Bewertung sei noch nicht abgeschlossen, sagte ein Sprecher.

Trotz der Aufregung werde ihre Olympia-Vorbereitung nicht beeinträchtigt, sagte die Leichtathletin. Ihr offizielles Facebook-Profil hat sie inzwischen dennoch deaktiviert.

hut/dpa



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jujo 04.05.2012
1. ....
Zitat von sysopDPAEin 38-Jähriger soll der Leichtathletin Ariane Friedrich eine obszöne E-Mail geschrieben haben. Sie stellte ihn auf Facebook an den Pranger und zeigte ihn an. Nun ermittelt die Staatsanwaltschaft Marburg gegen den Mann aus Hessen. http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,831383,00.html
Dann geht ja alles seinen geregelten Gang, der Sachverhalt wird geprüft von den zuständigen Stellen, es müssen sich also keine Laienjuristen echauffieren! oder doch? also auf geht´s ihr Besserwisser!
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