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Getöteter Elias: Entführer schickte Trauerkarte an Mutter des Jungen

Bei den Ermittlungen zum Tod von Mohamed und Elias ist ein verstörendes Detail bekannt geworden. Der Entführer schickte eine Trauerkarte an die Mutter des getöteten Elias.

Kerze und Blume in Gedenken an getötete Kinder: Rätsel um Trauerkarte gelöst Zur Großansicht
DPA

Kerze und Blume in Gedenken an getötete Kinder: Rätsel um Trauerkarte gelöst

Der geständige Mörder des sechsjährigen Elias aus Potsdam hat kurz nach der Tat eine Beileidskarte an die Mutter des Jungen geschickt. Als Absender habe der 32-Jährige aber ein Bestattungsinstitut angegeben, sagte sein Anwalt Mathias Noll. Er bestätigte damit einen Bericht der "Potsdamer Neuesten Nachrichten". Zu den Beweggründen seines Mandanten wollte sich Noll nicht äußern.

Die Trauerkarte sei wegen einer unvollständigen Adresse an den Absender zurückgegangen, berichtete der Anwalt. Das Bestattungsinstitut informierte die Polizei, die den wahren Absender jedoch nicht ermitteln konnte. Erst nach der Festnahme des Täters konnte die Polizei ihn mit einem DNA-Abgleich als Verfasser identifizieren.

Die Potsdamer Staatsanwaltschaft wollte sich unter Verweis auf laufende Ermittlungen nicht äußern.

Elias war im Juli vergangenen Jahres von einem Spielplatz im Stadtteil Schlaatz entführt worden. Ende Oktober wurde Silvio S. aus Brandenburg festgenommen. Er gestand damals, den Anfang Oktober am Berliner Lageso verschwundenen vierjährigen Mohamed entführt, missbraucht und kurz darauf getötet zu haben. Zudem gestand der Mann, auch den sechsjährigen Elias getötet zu haben. Kurz darauf fanden Ermittler die Leiche des Jungen in Luckenwalde.

Im Fall der beiden verschwundenen Kinder vernachlässigte die Polizei nach SPIEGEL-Informationen zunächst die Suche nach dem Flüchtlingsjungen Mohamed.

mmq/dpa

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