Fall Klatten Mutmaßlicher Komplize von Helg Sgarbi frei

Der sechste Antrag auf Entlassung hatte Erfolg: Kurz vor Beginn des Prozesses gegen den mutmaßlichen Erpresser der Quandt-Erbin Susanne Klatten hat die italienische Justiz den beschuldigten Komplizen Ernano Barretta freigelassen.


Rom/Pescara - Er wurde verdächtigt, heimliche Videos des Treffen von Helg Sgarbi und Susanne Klatten gedreht zu haben - nun ist er frei: Nach achtmonatiger Untersuchungshaft hat der Anwalt von Ernano Barretta mit dem insgesamt sechsten Antrag auf Entlassung Erfolg gehabt, schreibt die italienische Regionalzeitung "Il Centro" auf ihrer Homepage.

Angeklagter Helg Sgarbi: Mutmaßlicher Komplize aus der Haft entlassen
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Angeklagter Helg Sgarbi: Mutmaßlicher Komplize aus der Haft entlassen

Der Prozess gegen den Schweizer Sgarbi beginnt am 9. März vor dem Landgericht München. Ihm werden schwerer Betrug und Erpressung vorgeworfen.

"Acht Monate im Gefängnis, ohne etwas verbrochen zu haben, ich bin zu 100 Prozent unschuldig", sagte der Barretta nach der Freilassung "Il Centro". "Alles wegen einer Frau, die in Deutschland irgendwas mit einem meiner Freunde gemacht hat." Der 68-Jährige war verdächtigt worden, eine Romanze des Schweizers mit Klatten gefilmt zu haben.

Sgarbi, der auch andere reiche Frauen umgarnt haben soll, soll im Fall Klatten gedroht haben, heimlich gedrehte Intim-Videos zu veröffentlichen.

Die Anschuldigungen gegen ihn seien ein Komplott gewesen, um ihm zu schaden, sagte der Italiener der Zeitung. Er war im Juni 2008 unter dem Verdacht festgenommen worden, der Kopf einer Organisation von Betrügern zu sein. Sein Landsitz bei Pescara habe ihm als Stützpunkt gedient, hieß es. Dort fand die Polizei bei einer Razzia Ende Mai unter anderem etwa 1,7 Millionen Euro in bar.

Barrettas Anwalt Sabatino Ciprietti hatte stets beteuert, sein Mandant sei unschuldig und nicht in den Fall Klatten verwickelt.

han/dpa



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