Fall Mollath: Staatsanwaltschaft beantragt Wiederaufnahme des Verfahrens

Psychiatrie-Insasse Mollath: Der 56-jährige Nürnberger sieht sich als Justizopfer Zur Großansicht
SWR/ Report Mainz

Psychiatrie-Insasse Mollath: Der 56-jährige Nürnberger sieht sich als Justizopfer

Im Fall des gegen seinen Willen in der Psychiatrie untergebrachten Nürnbergers Gustl Mollath hat die Staatsanwaltschaft Regensburg die Wiederaufnahme des Verfahrens beantragt. Unter anderem soll die psychiatrische Begutachtung Mollaths noch einmal überprüft werden.

Regensburg - Der Antrag stützt sich "im Wesentlichen auf neue, also dem Gericht im Zeitpunkt der Verurteilung nicht bekannte Tatsachen", teilte die Justizpressestelle des Oberlandesgerichts Nürnberg mit. Diese neuen Fakten könnten die Richtigkeit der Urteilsgrundlagen in Frage stellen, hieß es.

In dem neuen Verfahren müsse der Beweiswert einer Urkunde und die Glaubwürdigkeit von Zeugenaussagen neu geprüft werden. Außerdem stünden im Wiederaufnahmeantrag Aspekte, die für die psychiatrische Begutachtung Mollaths von Bedeutung sein könnten.

Der Fall Mollath sorgt seit mehreren Monaten für Diskussionen, auch Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) schaltete sich ein und forderte Aufklärung.

Der 56-jährige Nürnberger sieht sich als Justizopfer: Er musste sich 2006 wegen Körperverletzung und Sachbeschädigung vor dem Landgericht Nürnberg-Fürth verantworten müssen. Es ging um tätliche Angriffen auf seine inzwischen von ihm geschiedene Frau und dem Zerstechen einiger Autoreifen. Mollath wurde zwar freigesprochen, weil er zur Tatzeit schuldunfähig war. Allerdings ordnete das Gericht die Unterbringung in einer Psychiatrie an, weil es den Angeklagten als Gefahr für die Allgemeinheit einstufte.

In dem Verfahren wurde ihm unter anderem eine paranoide Gedankenwelt vorgeworfen, weil er behauptete, dass seine Frau bei der HypoVereinsbank Schwarzgelder in Millionenhöhe verschoben habe. Erst vergangenes Jahr bekannt gewordene interne Prüfungen der HypoVereinsbank ergaben, dass ein Teil dieser Vorwürfe aber tatsächlich zutrifft.

ala/AFP

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1. Hoffentlich...
maliperica 18.03.2013
...werden die zuständige Richter des Oberlandesgerichts Nürnberg den Antrag der St.A. Regensburg annehmen. Eine Wiederaufnahme des Verfahrens durch einen fairen Prozess angesichts allen, mittlerweile bekannten Tatsachen ist von allgemeinen öffentlichen Interessen geprägt.
2. Frau Lakotta, bitte übernehmen Sie
andwitt 18.03.2013
Nachdem auch Frau Rückert ("Ein Kranker wird Held") in der ZEIT vorsichtig zurückrudert empfehle ich auch Frau Lakotta, Ihre Meinung zu überdenken. Ihr Schitzo Protestbürger Andreas Wittmann
3. sogar wenn...
ausmisten 18.03.2013
...herr mollath paranoid,gestoert oder sonst etwas sein sollte,fehlt im vorliegenden fall jegliche verhaeltnismaessigkeit.zudem sind die vorwuerfe gegen herrn mollath alles andere als bewiesen.sollten sie zutreffen,also reifenzerstechen,wird es das geheimnis des richters bleiben,woraus sich da eine gemeingefaehrlichkeit ableiten laesst.im fall mollath stinkt,wie auch immer,der fisch vom kopf her.justizministerin merk muss zuruecktreten,allein schon wegen ihrer unqualifizierten statements!
4. optional
kumi-ori 18.03.2013
Bleibt in jedem Falle das Verdachtsmoment, dass er ungebührliche (egal ob wahr oder nicht) Aussagen über eine deutsche Bank getätigt hat.
5. In die Psychatrie gehören ...
clausbremen 18.03.2013
... wohl eher Staatsanwälte, Richter und sogenannte 'Gutachter', die in diesem "Fall" tätig waren.
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  • Montag, 18.03.2013 – 17:20 Uhr
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