Tod von Natalie Wood Robert Wagner ist nun "Person von Interesse"

Es ist einer der spektakulärsten Todesfälle Hollywoods: Vor 36 Jahren ertrank Natalie Wood unter mysteriösen Umständen. Nun hat die Polizei ihren Mann als "Person von Interesse" bezeichnet.

Natalie Wood, Robert Wagner (1976 in Cannes)
AFP

Natalie Wood, Robert Wagner (1976 in Cannes)


Bei einem Bootsausflug war Hollywoodstar Natalie Wood 1981 in der Nähe von Los Angeles ertrunken. Ihr Tod im Alter von 43 Jahren wurde damals als Unfall eingestuft, 2011 nahm die Polizei jedoch neue Ermittlungen auf. Und nun stufen die Ermittler den Fall als "verdächtigen Tod" ein. Woods Mann, den Schauspieler Robert Wagner, bezeichnen sie als "Person von Interesse".

"Wir wissen jetzt, dass er die letzte Person an der Seite von Natalie war, bevor sie verschwand", sagte der Ermittler John Corina vom Sheriff-Büro in Los Angeles dem Sender CBS. Er glaube nicht, dass Wagner schon die ganze Geschichte erzählt habe.

Teile des Interviews wurden am Donnerstag veröffentlicht. Eine längere Reportage in der Sendung "48 Hours" soll am Wochenende ausgestrahlt werden. In einer Stellungnahme teilte das Sheriff-Büro zudem mit, dass neue Zeugen befragt worden seien, die einen "neuen Ablauf der Ereignisse auf dem Boot in der betreffenden Nacht darstellen".

Der heute 87-jährige Wagner ("Der rosarote Panther") habe eine Interviewanfrage abgelehnt, teilte CBS mit. Das gelte auch für mehr als zehn Anfragen der Ermittler. Wagner hat stets bestritten, etwas mit dem Tod seiner Frau zu tun gehabt zu haben. Der Begriff "Person von Interesse" wird von US-Ermittlern für Menschen benutzt, die vermutlich hilfreiche Informationen besitzen. Eine "Person von Interesse" steht nicht zwangsläufig unter Tatverdacht und wurde weder festgenommen noch formell beschuldigt.

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Tod von Natalie Wood: "Goodbye Natalie, Goodbye Splendour"

Wood war am 29. November 1981 in Nachthemd, Strümpfen und einer Jacke auf dem Meer treibend gefunden worden. Sie war nachts von Bord ihrer Luxusjacht "Splendour" verschwunden. Neben Wagner waren auch ihr Schauspielkollege Christopher Walken und der Bootskapitän mit an Bord.

Nach dem Tod des Hollywoodstars (unter anderem "West Side Story", "... denn sie wissen nicht, was sie tun") vergingen 30 Jahre, ehe die Polizei neue Ermittlungen aufnahm. Es gebe "substanzielle" Informationen, denen man nachgehe, hieß es damals. Wagner gelte aber nicht als Verdächtiger. In einem neuen Autopsiebericht im Jahr 2013 führten die Gerichtsmediziner den zunächst als Unfall eingestuften Tod auf "unbestimmte Ursachen" zurück.

Nun sagten die Ermittler CBS, sie hätten unter anderem Zeugen befragt, die in der Todesnacht in einem Boot in der Nähe unterwegs waren und ein streitendes Paar hörten. Auch nach Angaben des früheren Kapitäns der "Splendour" hatten sich Wagner und Wood in der Nacht heftig gestritten. Als verdächtig wurden auch Blutergüsse an der Leiche eingestuft. Wood habe wie ein "Opfer von Körperverletzung" ausgesehen, sagte der Ermittler Ralph Hernandez dem Sender.

max/dpa/AP



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