Todesschütze im Fall Trayvon Martin George Zimmerman aus Haft entlassen

Der Todesschütze von Sanford, George Zimmerman, ist gegen Zahlung einer Kaution aus dem Gefängnis entlassen worden. Er muss nun Fußfesseln tragen und darf keinen Kontakt mit der Familie von Trayvon Martin aufnehmen, jenem schwarzen Teenager, den er Ende Februar erschoss.


Sanford - George Zimmerman ist in der Nacht von Sonntag auf Montag gegen eine Kaution von 150.000 Dollar aus der Untersuchungshaft entlassen worden. Zimmerman hatte Ende Februar in Sanford, Florida, den unbewaffneten schwarzen Jugendlichen Trayvon Martin erschossen. Die Polizei ließ ihn zunächst laufen, er habe aus Notwehr gehandelt. Doch der Fall löste landesweite Proteste aus und stieß eine neue Rassendebatte los.

Wohin Zimmerman nach seiner Freilassung fuhr, wurde nicht bekannt. Es ist ihm erlaubt, sich außerhalb Floridas aufzuhalten.

Er muss allerdings Auflagen erfüllen: Es gilt eine Ausgangssperre von sieben Uhr abends bis sechs Uhr morgens. Sein Pass wurde einbehalten. Außerdem muss er elektronische GPS-Fußfesseln tragen und darf weder Kontakt zur Familie von Trayvon Martin aufnehmen noch Alkohol oder Waffen besitzen.

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George Zimmerman: Vorläufig frei
Ob Zimmerman bei der Leistung der Kaution auf Geld zurückgreifen konnte, das ihm gespendet wurde, ist nicht bekannt. Auf einer Internetseite wird dafür geworben, ihn mit Geld zu unterstützen.

Am Freitag hatte sich Zimmerman erstmals zu seiner Tat geäußert. Er sprach vor dem Gericht, das zu entscheiden hatte, ob er auf Kaution vorläufig freikommen kann. "Ich wollte sagen, dass es mir leid tut, dass Sie Ihren Sohn verloren haben", sagte er.

bim/AP/Reuters

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