Fan-Attacke in NRW Entsetzen über Angriff auf der Autobahn

Fans des 1. FC Köln haben Anhänger des Erzrivalen Borussia Mönchengladbach auf einer Autobahn attackiert. Nach dem Überfall zeigen sich Vertreter beider Fußballclubs entsetzt - und sind vor dem direkten Duell beider Vereine besorgt.


Mönchengladbach/Köln - Fußball-Bundesligist Borussia Mönchengladbach hat seine Anhänger zur Ruhe aufgerufen. "Wir appellieren an alle Borussia-Fans, besonnen zu reagieren und die Borussia weiterhin friedlich und leidenschaftlich zu unterstützen", hieß es in der Erklärung der Mönchengladbacher Fanbeauftragten. Damit reagierte der Club auf die Attacken durch Fans des Erzrivalen 1. FC Köln auf eine Gruppe Gladbacher am Sonntagabend.

Nach Angaben der Kölner Polizei waren die Gladbacher Anhänger in einem Bus auf dem Rückweg vom Spiel in Nürnberg. In Höhe Bad Honnef/Linz wurde der Bus von mehreren mit FC-Fans besetzten Wagen mehrfach ausgebremst und abgedrängt. Auf dem Rastplatz Siegburg-Ost griffen die teilweise vermummten Fans den Bus an und schlugen Scheiben ein. Die Polizei ermittelt gegen neun Kölner Anhänger unter anderem wegen Nötigung, Bedrohung, Sachbeschädigung und Landfriedensbruch.

Der 1. FC Köln kündigte Vereinsausschussverfahren an, wenn sich unter den Tatverdächtigen Mitglieder des FC befinden sollten. Bereits am Montag hatte sich der Kölner Club beim Nachbarverein für die Ausschreitungen entschuldigt. Kölns Fanbeauftragter Rainer Mendel reagierte mit Unverständnis: "Wir als 1. FC Köln distanzieren uns deutlich von diesen Vorfällen. Das können wir in keinster Weise tolerieren."

Beide Bundesligisten mahnen nun insbesondere in Hinblick auf das direkte Duell am 15. April in Gladbach zur Besonnenheit. "Was am Sonntag passiert ist, hat in keiner Weise etwas mit Fußball oder sportlicher Rivalität zu tun. Wir müssen solche Dinge aus dem Sport fernhalten", sagte Borussias Geschäftsführer Stephan Schippers.

wit/dpa/sid



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