Überraschende Festnahme Flüchtiger Vergewaltiger an polnischer Grenze gefasst

Die Polizei hatte ihn im Grenzgebiet zu Frankreich vermutet, jetzt wurde Fabrice A. in Polen verhaftet: Der verurteilte Vergewaltiger soll seine Therapeutin getötet haben. Als Bundespolizisten sein Gepäck durchsuchten, fanden sie die mutmaßliche Tatwaffe.

Entflohener Vergewaltiger Fabrice A. (Polizeifoto): Großeinsatz in Weil am Rhein
AFP Photo/Genevas Police Authorities

Entflohener Vergewaltiger Fabrice A. (Polizeifoto): Großeinsatz in Weil am Rhein


Genf/Pasewalk - Fabrice A., Vergewaltiger und mutmaßlicher Mörder seiner Sozialtherapeutin, ist in Polen festgenommen worden. Das bestätigte die Schweizer Staatsanwaltschaft am Sonntag. Die Bundespolizei teilte mit, ihre Beamten konnte den Mann in der Nähe der deutsch-polnischen Grenze bei Pasewalk nach kurzer Flucht festnehmen.

Die Beamten hätten den flüchtigen Sexualstraftäter, der in einem Auto unterwegs war, um 15.20 Uhr nahe Pasewalk in der Nähe der polnischen Grenze verfolgt. Nach kurzer Flucht sei es gelungen, A. festzuhalten, bis die polnische Polizei eintraf, die ihn festnahm. Auch die mutmaßliche Tatwaffe soll A. in seinem Rucksack bei sich gehabt haben.

Eine Handy-Ortung hatte die Polizei in die deutsche Grenzstadt zunächst nach Weil am Rhein geführt. Dort durchsuchte sie mehrere Gebäude, doch Fabrice A. wurde nicht entdeckt. Der 39-jährige Häftling steht im Verdacht, am Donnerstag in der Nähe von Genf während eines Freigangs seine Sozialtherapeutin erstochen zu haben. Die Frau, die ihn zu einer Reitstunde begleiten sollte, wurde tot aufgefunden.

Die Fahnder waren zunächst davon ausgegangen, dass sich Fabrice A. weiter im Grenzgebiet zwischen der Schweiz, Deutschland und Frankreich aufhielt.

Wegen zweier in Frankreich begangener Vergewaltigungen ist der mutmaßliche Täter zu 20 Jahren Haft verurteilt. Nachdem die Therapeutin und Fabrice A. am Donnerstag von dem begleiteten Freigang nicht in das Gefängnis Champ-Dollon in Genf zurückgekehrt waren, wurde die Fahndung ausgelöst. An ihr beteiligen sich Polizisten aus der Schweiz, Frankreich und Deutschland.

Fabrice A. besitzt die Schweizer und die französische Staatsbürgerschaft. Aufgrund eines psychiatrischen Gutachtens wurden ihm begleitete Freigänge gestattet.

cht/jju/AFP



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