Festnahmen in den USA Mehr als 2000 Tote binnen drei Jahren

Zum ersten Mal hat das US-Justizministerium eine Statistik veröffentlicht, aus der hervorgeht, wie viele Menschen bei Festnahmen ums Leben kommen: In drei Jahren gab es mehr als 2000 Tote. Rund die Hälfte der Opfer geht auf das Konto der Polizei.


Washington - Die Erhebung bezieht sich auf den Zeitraum von 2003 bis 2005. Wie aus der heute vom Justizministerium in Washington veröffentlichten Statistik hervorgeht, wurden dabei gut die Hälfte der Opfer von Polizei- oder Sicherheitskräften getötet. Fast alle der 1095 Festgenommenen, die von Polizisten getötet wurden, wurden erschossen. 17 starben durch den Einsatz von Elektroschockern. 80 Prozent der Getöteten waren der Statistik zufolge selbst bewaffnet, 62 Prozent hatten die Polizisten zuvor bedroht.

Weitere Todesursachen bei Festnahmen waren dem Bericht zufolge Drogenmissbrauch, Selbstmord, Unfälle und Krankheit. Im beobachteten Zeitraum fanden mehr als 41 Millionen Festnahmen statt, Verkehrsdelikte ausgenommen.

Die Statistiker zählten außerdem mehr als 174.000 Angriffe auf Polizeibeamte, bei denen 380 Ordnungshüter getötet wurden. Die Daten stammen aus 47 US-Bundesstaaten und der Hauptstadt Washington und wurden im Rahmen eines im Jahr 2000 verabschiedeten Gesetzes in diesem Jahr erstmals veröffentlicht.

ffr/AFP



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