Hunderte Kilo Sprengstoff gesichert Handel mit verbotenen Feuerwerkskörpern - Dutzende Festnahmen

Es geht um Zehntausende Feuerwerkskörper: Ermittlern aus drei Ländern ist ein Schlag gegen den illegalen Handel mit Feuerwerkskörpern gelungen. Einige Funde sind so gefährlich, dass Häuser geräumt werden mussten.

Beamte sichern Feuerwerkskörper in Bad Berleburg (NRW)
DPA

Beamte sichern Feuerwerkskörper in Bad Berleburg (NRW)


Bei bundesweiten Razzien wegen Onlinehandels mit illegalen Feuerwerkskörpern haben Zollfahnder Dutzende Menschen festgenommen. 53 Wohnungen und Sprengstofflager seien durchsucht worden, teilte die Staatsanwaltschaft Köln mit.

Insgesamt wurden mehr als 27.000 Feuerwerkskörper mit 315 Kilogramm Sprengstoffmasse sichergestellt. Sie wurden ohne die nötige Erlaubnis in einem polnischen Onlineshop vertrieben, wie die Staatsanwaltschaft mitteilte. Demnach fiel ein Teil der Ware in die höchste Gefahrenklasse des Sprengstoffgesetzes. Bei den Durchsuchungen fanden die Einsatzkräfte zudem erlaubnispflichtige Stich- und Schusswaffen sowie Betäubungsmittel.

Beteiligt waren acht deutsche Zollfahndungsämter sowie Behörden in anderen EU-Ländern; insgesamt wurden 57 Verdächtige festgenommen. Niederländische Fahnder ermittelten unter anderem Bestelldaten des Onlineshops, polnische Behörden gingen gegen den in Polen ansässigen Vertreiber der Pyrotechnik vor. Zudem wurden mehrere in der EU gehostete Webseiten abgeschaltet.

Sichergestellte Feuerwerkskörper in einem Spezialbehälter
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Sichergestellte Feuerwerkskörper in einem Spezialbehälter

Laut vorläufigem Ermittlungsergebnis entdeckten die Fahnder in Deutschland auch zahlreiche selbst hergestellte Feuerwerkskörper, von denen ein erhebliches Gefahrenpotenzial ausgeht. So evakuierten die Ermittler im nordrhein-westfälischen Bad Berleburg sieben Mehrfamilienhäuser, weil in einem Gebäude gefährlicher Sprengstoff gefunden wurde, der nicht abtransportiert werden konnte. Er musste vor Ort gesprengt werden.

mxw/dpa/AFP



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