Flaschenwurf auf Usain Bolt: Brite zu acht Wochen Sozialarbeit verurteilt

Kurz vor dem Startschuss zum 100-Meter-Finale bei den Olympischen Spielen in London schmiss er eine Flasche in Richtung Usain Bolt - nun wurde der 34-Jährige dafür verurteilt. Der Mann muss 1700 Euro Strafe zahlen und gemeinnützige Arbeit verrichten.

Olympia 2012: Der Flaschenwurf von London Fotos
REUTERS

London - Der Vorfall ereignete sich am 5. August 2012 im Londoner Olympiastadion, nur Sekunden vor dem 100-Meter-Finale: Ein Mann schleuderte eine Flasche auf Olympiasieger Usain Bolt. Nun ist der 34-Jährige verurteilt worden. Der offenbar psychisch gestörte Mann muss acht Wochen gemeinnützige Arbeit ableisten, 1700 Euro Strafe zahlen und wurde unter Hausarrest gestellt. "Absicht war es, das prominenteste Ereignis der Olympischen Spiele in London zu stören und Usain Bolt auszuschalten", sagte Richter William Ashworth.

Der 34-Jährige aus der Grafschaft Yorkshire hatte eine Plastikbierflasche auf Jamaikas Sprintstar geworfen, diesen aber kurz hinter der Startlinie verfehlt. Der Mann, der mit einem alten Ticket ins Stadion gelangt war, wurde im Januar vom Stratford Magistrates Court der Störung der öffentlichen Ordnung für schuldig befunden. Der Thames Magistrates Court in London setzte nun das Strafmaß fest.

Laut Berichten der Nachrichtenagentur Associated Press leidet der Mann an einer bipolaren Störung. Betroffene sind abwechselnd euphorisch und depressiv gestimmt. Zeugen hatten beobachtet, wie der 34-Jährige den jamaikanischen Weltrekordhalter beschimpfte und verbal bedrohte, während er sich auf den Zuschauersitzen vordrängelte und die Flasche hinter die Startlinie schleuderte.

Die holländische Judoka Edith Bosch hatte zufällig dabeigestanden und den Flaschenwerfer festgehalten. Der Täter habe vor allem auf Bolt geschimpft, fast zwei Minuten lang, habe ihn als Arschloch tituliert, schildert Bosch den Vorfall in ihrer Erklärung. Nach dem Flaschenwurf habe er davongehen wollen, "da habe ich ihn hart geschubst, um ihn zu stoppen".

wit/sid

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