Bluttat in Flensburg Jugendamt betreute Verdächtigen und Opfer

Ein junger Mann soll in Flensburg eine 17-jährige Bekannte getötet haben. Nun wurde bekannt, dass beide vom Jugendamt betreut wurden.

Gedenken an die getötete 17-Jährige
DPA

Gedenken an die getötete 17-Jährige


Die bei einem Gewaltverbrechen in Flensburg getötete 17-Jährige und auch der mutmaßliche Täter sind vom Jugendamt betreut worden. Das bestätigte Stadtsprecher Clemens Teschendorf. Zuvor hatte eine Aktivistin von "Refugees Welcome Flensburg" darauf hingewiesen.

Das Mädchen sei aufgrund seiner Familiensituation seit vielen Jahren betreut worden, hieß es. Der Afghane, der 2015 als unbegleiteter minderjähriger Flüchtling nach Deutschland kam, werde auch in der Untersuchungshaft weiterhin betreut. Teschendorf betonte, dass er sich zu Einzelheiten aus Datenschutzgründen nicht äußern könne.

Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen den jungen Mann wegen Totschlags. Er steht im Verdacht, die Jugendliche in ihrer Wohnung mit einer Stichwaffe umgebracht zu haben.

Mehrere Angriffe von Jugendlichen machten in den vergangenen Monaten Schlagzeilen. In Kandel in Rheinland-Pfalz erstach im Dezember ein Flüchtling seine 15 Jahre alte Ex-Freundin. Erst in der vergangenen Woche wurde in Berlin eine 14-Jährige ebenfalls in einer Wohnung erstochen.

Ein 15-jähriger Mitschüler mit deutscher Staatsangehörigkeit sitzt wegen des Verdachts des Totschlags in Haft. Laut Staatsanwaltschaft ist das Motiv des mutmaßlichen Täters noch unklar.

jpz/dpa

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