Flensburg Lebenslange Haft für Mord an 17-Jähriger

Weil er seine Ex-Freundin erstach, muss Ahmad S. lebenslang ins Gefängnis. Das Landgericht Flensburg hat den jungen Mann wegen Mordes schuldig gesprochen.

Ahmad S. im Landgericht Flensburg (Archiv)
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Ahmad S. im Landgericht Flensburg (Archiv)


Im Prozess um die tödlichen Messerstiche auf eine 17-Jährige in Flensburg ist das Urteil gefallen: Der Ex-Freund der Jugendlichen wurde wegen Mordes zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt.

Das Landgericht Flensburg sah es als erwiesen an, dass Ahmad S., ein Flüchtling aus Afghanistan, die junge Deutsche am 12. März 2018 in ihrer Wohnung mit 14 Messerstichen getötet hatte. Die 17-Jährige habe sich nach zwei Jahren On-off-Beziehung endgültig von dem jungen Mann getrennt, sagte der Vorsitzende Richter. "Das Problem war, dass der Angeklagte das so gar nicht akzeptiert hat."

Es sei ein Mord aus niedrigen Beweggründen gewesen, so der Richter. Wenn S. verzweifelt gewesen sei, dann nicht aus Trauer, sondern wegen des Kontrollverlusts. Dass die 17-Jährige die Beziehung endgültig beendet habe, sei nicht mit der narzisstischen Persönlichkeit des Angeklagten vereinbar gewesen.

Verteidigung will in Revision gehen

Die Erste Große Strafkammer folgte mit ihrem Urteil den Anträgen von Staatsanwaltschaft und Nebenklage. Die Verteidigung hatte auf Freispruch plädiert. Der Angeklagte selbst, der während des Prozesses geschwiegen hatte, erklärte in seinem letzten Wort, er habe die Tat nicht begangen. Der Verteidiger kündigte an, in Revision zu gehen.

Der junge Afghane war 2015 als unbegleiteter minderjähriger Flüchtling nach Deutschland gekommen, sein genaues Alter ist umstritten. Die Richter gingen mit Verweis auf mehrere Gutachten davon aus, dass der Angeklagte älter als 21 Jahre ist und wendeten Erwachsenenstrafrecht an. Die Verteidigung hält ihn für jünger.

wit/dpa

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