Angriff in IC nach Flensburg Polizistin bestätigt nach Messerattacke Zeugenaussagen

In einem Intercity nach Flensburg wurde eine Polizistin von einem Mann attackiert - sie erschoss den Angreifer. Die Frau hat sich nun erstmals geäußert.

IC in Flensburg
DPA

IC in Flensburg


Die Polizistin, die Ende Mai in einem Zug in Flensburg einen Messerangreifer erschossen hat, hat erstmals ausgesagt. Sie habe im Wesentlichen die Angaben der anderen Zeugen bestätigt, sagte Staatsanwalt Axel Schmidt.

Ein 24 Jahre alter Mann aus Eritrea hatte die Beamtin aus Bremen mit einem Küchenmesser angegriffen und verletzt, als sie beim Halt in Flensburg zur Ausgangstür gehen wollte. Ein Mitreisender hatte ausgesagt, Hilferufe gehört und den Angreifer weggezogen zu haben. Ihrer eigenen Aussage zufolge habe die Beamtin den Helfer gar nicht wahrgenommen, sondern gedacht, sich selbst befreit zu haben, sagte Schmidt.

Sie habe dann den Waggon verlassen und eine Mitreisende gebeten, die Polizei zu informieren. Anschließend sei sie zurückgekehrt und habe bemerkt, dass der 24-Jährige und der Mitreisende kämpften. Sie habe ausgesagt, ihre Waffe gebraucht zu haben, um den 35-Jährigen zu schützen, sagte Schmidt. Er sei aus ihrer Sicht konkret bedroht gewesen. Der Mann wurde von dem Angreifer schwer verletzt.

Die Beamtin war nicht dienstlich unterwegs hatte aber ihre Uniform an und die Dienstwaffe dabei. Es wird geprüft, ob Nothilfe vorlag. Das Motiv der Messerattacke ist unklar, einen islamistischen Hintergrund schlossen die Ermittler aus. Der 24-Jährige war 2015 aus Eritrea nach Deutschland eingereist und hatte eine befristete Aufenthaltserlaubnis. Er wohnte in Nordrhein-Westfalen.

jpz/dpa



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